Bunnenberg Bertram Rechtsanwälte

Presserechtliches Informationsschreiben für Andreas Klemund anlässlich aktueller Berichterstattungen
Bornstedter Feld 2007 und Kreditvergabe der Mittelbrandenburgischen Sparkasse 2009

Berlin (ots) - Sehr geehrte Damen und Herren,

wir zeigen an, dass wir Herrn Andreas Klemund in dessen presserechtlichen Angelegenheiten vertreten. Unsere ordnungsgemäße Bevollmächtigung versichern wir anwaltlich.

Aus Anlass der Verbreitung diverser Artikel zu seiner Person und seiner Position beim Entwicklungsträger Bornstedter Feld im Jahre 2007 und seiner Position bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse im Jahr 2009 bittet uns Herr Andreas Klemund Ihnen zu Schreiben.

Durchweg ist die bisherige Berichterstattung zur Vergabe von Grundstücken im Bornstedter Feld lückenhaft und falsch. Nicht der Entwicklungsträger, bei dem unser Mandant Aufsichtsratsmitglied war, hat den Verkauf genehmigt, sondern die Landeshauptstadt Potsdam. Der Aufsichtsrat des Entwicklungsträgers war insgesamt - damit auch unser Mandant in der Zeit seiner Mitwirkung - nicht mit Beratungen oder Entscheidungen zu Grundstücksverkäufen befasst. Dies war Aufgabe der Landeshauptstadt Potsdam. Auf die Entscheidungen des Entwicklungsträgers Bornstedter Feld und der Landeshauptstadt Potsdam hatte unser Mandant keinen Einfluss. Die Tätigkeit unseres Mandanten im Rahmen des Verkaufs beschränkte sich darauf, seinen Auftraggeber auf die Möglichkeit des Erwerbes eines schon lange allgemein bekannten und öffentlich ausgeschriebenen Grundstücks hinzuweisen.

Unserem Mandanten wird auch unterstellt, er habe einen Kredit i. H. v. 2,45 Millionen Euro an seinen Auftraggeber vermittelt und dafür seine Position im Verwaltungsrat der Mittelbrandenburgischen Sparkasse genutzt. Hierzu ist festzustellen: Unser Mandant hat seinem Auftraggeber keinen Kredit vermittelt. Der Auftraggeber war nicht Kreditnehmer.

Transparency International Deutschland e.V., vertreten durch Dr. Gisela Rüß, äußert sich in diesem Zusammenhang mit einer Stellungnahme. Unser Mandant schätzt die Arbeit dieser Organisation sehr und stellt sich auch gerne der Kritik zu seiner Person oder zu seinem angeblichen Verhalten, soweit diese begründet ist. Wir weisen darauf hin, dass wir derzeit die Tatsachengrundlage für die Stellungnahme von Transparency International Deutschland e.V. klären. Wir haben um Akteneinsicht gebeten.

Des Weiteren lassen sich in wenigen Berichterstattungen Lokalpolitiker zum Verhalten unseres Mandanten ein, offensichtlich ohne von einer ausreichenden bzw. gesicherten Tatsachengrundlage auszugehen. Wir bitten eindringlich von einer derartigen Vorverurteilung Abstand zu nehmen.

Unser Mandant hat uns beauftragt, gegen die Verbreitung der unseren Mandanten betreffenden Berichterstattungen äußerungsrechtliche Ansprüche geltend zu machen. Wir bitten Sie daher von einer (weiteren) Verbreitung der in Rede stehenden Berichterstattungen und Vorverurteilungen künftig abzusehen. Sollten Sie sich für eine weitere/künftige Verbreitung dieser Berichterstattungen entscheiden, wären wir angehalten, auch dagegen rechtlich vorzugehen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie auch ausdrücklich, sich um eine ausgewogene und objektive Berichterstattung zu bemühen. Wir erinnern an die journalistischen Sorgfaltspflichten.

   Dr. Steffen Bunnenberg 
   Rechtsanwalt 

Pressekontakt:

Bunnenberg Bertram Rechtsanwälte
Dr. Steffen Bunnenberg
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