Präventionskampagne Denk an mich. Dein Rücken

Häusliche Pflege: Rücken entlasten
Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" gibt Tipps zur rückengerechten häuslichen Pflege

Berlin (ots) - Viele pflegende Angehörige sind gerade zu Beginn der Pflegesituation hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Ihnen fehlen häufig noch Erfahrungen, Wissen und Unterstützung, um mit ihren Kräften haushalten zu können. Das kann insbesondere für den Rücken schmerzhafte Konsequenzen haben. Die Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" gibt Pflegepersonen sechs Tipps, die den Rücken entlasten:

   - Hilfsmittel nutzen: Pflegende Angehörige haben Anspruch auf eine
     Reihe von Hilfsmitteln, die ihre körperliche Belastung 
     reduzieren. Die Pflegekassen beraten kostenfrei, welche 
     Hilfsmittel für die individuelle Pflegsituation sinnvoll sind. 
     Achtung: Grundsätzlich dürfen diese nur nach einer sach- und 
     fachgerechten Einweisung angewendet werden, damit sie weder die 
     Pflegenden noch die Pflegebedürftigen schädigen. 
   - Rückengerechte Arbeitshöhen einstellen: Ob Bett, Bügelbrett oder
     Küche, viele Möbel sind höhenverstellbar. Sind sie richtig 
     eingestellt, helfen sie Pflegenden dabei, sich seltener bücken 
     oder den Rücken krümmen zu müssen. 
   - Arbeitsabläufe organisieren: Eine gute Planung der 
     Bewegungsabläufe hilft dabei, unnötige Wege und Belastungen zu 
     vermeiden. Zum Beispiel: Pflegesachen am Einsatzort griffbereit 
     hinstellen oder den Pflegebedürftigen die Schuhe vor dem 
     Transfer bereits im Bett anziehen. 
   - Stolperfallen vermeiden: Stolpern, Rutschen, Stürzen gehören zu 
     den häufigsten Unfallarten während der häuslichen Pflege. 
     Pflegende Angehörige können Unfallgefahren vermeiden, indem sie
     die Wege in der häuslichen Umgebung frei halten und möglichst 
     viel Bewegungsfreiraum für die Pflegehandlung schaffen. 
   - Auf das richtige Schuhwerk achten: Geschlossene Schuhe, die beim
     Tragen nicht hin und her rutschen, geben mehr Standsicherheit 
     und entlasten die Rückenmuskulatur. Dies gilt übrigens auch für 
     die pflegebedürftigen Personen. 
   - Gymnastik machen: Regelmäßige Bewegungspausen während der Pflege
     helfen, die Rückenmuskulatur zu lockern und zu stärken. 
     Pflegende Angehörige finden Anregungen für Ausgleichsübungen zum
     Beispiel auf dem Internetportal der Präventionskampagne unter 
  www.deinruecken.de, Webcode dam18506 sowie auf der Website der 
     Aktion "Das sichere Haus" unter 
  http://das-sichere-haus.de/broschueren/pflegende-angehoerige/. 

"Sehr wichtig ist auch der Hinweis, dass pflegende Angehörige die vorhanden Fähigkeiten der Pflegebedürftigen nutzen sollten", empfiehlt Martin Schieron von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen. "Alleine in das Bett ein- und aussteigen, Kleidung an- und ausziehen, Schuhe binden, essen: Pflegende Angehörige sollten darauf achten, die Selbständigkeit der Pflegebedürftigen so lange wie möglich zu erhalten. Dies fördert nicht nur Selbstwertgefühl und Restmobilität, sondern entlastet auch die Rücken der pflegenden Angehörigen."

Weitere Informationen geben auch die folgenden Broschüren für pflegende Angehörige: www.deinruecken.de, Webcode dam10824 und unter http://das-sichere-haus.de/broschueren/pflegende-angehoerige/.

Hintergrund "Denk an mich. Dein Rücken"

In der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern. Weitere Informationen unter www.deinruecken.de

Pressekontakt:

Stefan Boltz
Pressesprecher
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Glinkastr. 40
10117 Berlin
030-288763768
stefan.boltz@dguv.de
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