Präventionskampagne Denk an mich. Dein Rücken

Informationsflut: Auf Signale des Rückens achten
Kampagne "Denk an mich. Dein Rücken" gibt Selbstständigen Tipps gegen den Info-Stress

Berlin (ots) - Die täglich wachsende Informationsflut verursacht bei vielen Berufstätigen Stress. Insbesondere Selbstständige können sich der Spirale aus immer neuen Vernetzungsmöglichkeiten und größer werdenden Informationsmengen selten entziehen - und drohen somit eines Tages ernsthaft zu erkranken. Alarmzeichen sind häufige Flüchtigkeitsfehler, eine gereizte Stimmung sowie Schlafprobleme. Auch wiederkehrende Rückenschmerzen können auf Stress hindeuten. Darauf macht die Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" aufmerksam.

Telefonate, E-Mails, soziale Medien: Gerade Selbstständige sind auf Vernetzung angewiesen, um Aufträge zu gewinnen. "Die Angst, eine Gelegenheit zu verpassen, kann dazu führen, dass man permanent erreichbar ist", weiß Professor Dirk Windemuth, Leiter des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG). "Doch die Verfügbarkeit rund um die Uhr hat ihren Preis. Wer dauerhaft unter Stress arbeitet und diesen nicht abbauen kann, läuft Gefahr, die Gesundheit aufs Spiel zu setzen."

Freiberuflern, die durch die Informationsflut unter Stress leiden, empfiehlt der Psychologe:

   - Prioritäten setzen! Auf welche Informationen kann verzichtet 
     werden? Welcher Newsletter kann abbestellt werden? Welches 
     soziale Netzwerk bringt mehr Arbeit als Nutzen? Oftmals hilft es
     bereits, die Informationsmenge zu verringern, um sich wieder auf
     das Wesentliche konzentrieren zu können. 
   - Stille Stunde einführen: Einmal täglich für eine ganze Stunde 
     das Smartphone ausschalten, Anrufe auf den Anrufbeantworter 
     umstellen, das Mailprogramm schließen und konzentriert an einer 
     großen Aufgabe arbeiten. Das verhindert, dass sich gerade die 
     umfangreichen Aufgaben auftürmen. Im Idealfall mit der stillen 
     Stunde in den Tag starten, dann hat man das Gefühl, schon etwas 
     geleistet zu haben. 
   - Pause machen. Aber richtig! Wer mit Informationen arbeitet, 
     sollte auf diese während der Pause bewusst verzichten. Das 
     bedeutet: Auch keine privaten Nachrichten lesen! Besser: 
     Spaziergang machen und ungestört etwas essen. Wer sein 
     Smartphone trotzdem nicht aus der Hand legen möchte, kann es mit
     einer Ruhe-App probieren, die zum Beispiel zu einer 
     zehnminütigen Meditation anleitet. 

Alarmzeichen richtig deuten

Wann der Zeitpunkt gekommen ist, gezielt etwas gegen den Stress zu unternehmen, signalisiert unter anderem der Rücken, der durch Muskulatur aufrecht gehalten und bewegt wird. Sind diese Muskeln durch Stress dauerhaft angespannt, kann dies zu Rückenschmerzen führen. Aber auch Ein- und Durchschlafprobleme können sehr oft als Alarmsignal des Körpers gewertet werden. Daneben sollte auf die psychische Verfassung geachtet werden: "Ein gereiztes, aggressives Verhalten einerseits oder eine negative, nahezu teilnahmslose Stimmung andererseits können ebenfalls Ausdruck von zu viel Stress sein", so Windemuth. Nicht zuletzt leide auch die Qualität der Arbeit unter den ständigen Unterbrechungen, die das Abrufen neuer Informationen hervorrufe. "Weil immer weniger Zeit für die eigentliche Arbeit bleibt, kommt es zu vielen Fehlern. Und das kann schließlich ebenso dazu führen, Aufträge zu verlieren."

Hintergrund "Denk an mich. Dein Rücken"

In der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern. Weitere Informationen unter www.deinruecken.de

Pressekontakt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de

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