Präventionskampagne Denk an mich. Dein Rücken

Denk an mich. Dein Rücken: Lasten besser rollen statt tragen Präventionskampagne gibt Tipps zum Umgang mit Hilfsmitteln

Berlin (ots) - Haltung bewahren! Dies gilt auch beim Einsatz von rollenden Hilfsmitteln wie Sackkarre, Handwagen, Griffroller und Co. Mit den wendigen Helfern fällt der Transport von mittelschweren Lasten deutlich leichter. Damit die Entlastung jedoch nicht zu einer Belastung wird, gibt die Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" Tipps zum sicheren Umgang mit rollenden Hilfsmitteln.

Ob Blumenerde, Paketanlieferung oder Getränkekisten: Rollen ist oftmals besser als tragen. "Doch beim Ziehen und Schieben kann der Hand-Arm-Schulter-Bereich besonders belastet sein", erläutert Prof. Dr. Rolf Ellegast, stellvertretender Leiter des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). "Abhängig vom Kraftaufwand und von der Körperhaltung können zudem die Lendenwirbelsäule sowie die Hüft- und Kniegelenke in Mitleidenschaft gezogen werden." Um diese Belastungen weitestgehend zu vermeiden, empfiehlt der Experte, folgende Hinweise zu beachten:

   - Haltung bewahren! Die beladenen Hilfsmittel sollten nicht 
     ruckartig angehoben, gezogen oder geschoben werden. Um 
     einseitige Belastungen und Zwangshaltungen zu vermeiden, sollten
     Beschäftigte eine aufrechte Körperhaltung mit nicht verdrehtem 
     und möglichst geradem Rücken einnehmen. 
   - Auf das richtige Hilfsmittel setzen: Nicht jedes Hilfsmittel ist
     für jede Last und jeden Transport geeignet. Wer etwa Stufen 
     überbrücken muss, sollte einen Treppenkarren nutzen. Ist der 
     Untergrund uneben und nicht befestigt, wie zum Beispiel im 
     Garten, sollten die Reifen des Hilfsmittels eine ausreichende 
     Größe und ein tiefes Profil haben. 
   - Auf das Maximalgewicht achten! Die Hilfsmittel sollten niemals 
     über das von den Herstellern angegebenen Maximalgewicht 
     überladen werden. Die Last sollte nach Möglichkeit mittig 
     aufgesetzt werden. 
   - Richtig einkaufen: Wer bereits beim Einkauf auf das GS-Zeichen 
     achtet ("Geprüfte Sicherheit"), erspart sich Folgekosten und 
     unangenehme Überraschungen. Sollen verschiedene Personen mit dem
     Hilfsmittel arbeiten können, sollte die Griffhöhe in der Höhe 
     verstellbar sein. 
   - Gefährdungsbeurteilung ist Pflicht! Im Job ist beim 
     Transportieren von Lasten eine Gefährdungsbeurteilung Pflicht. 
     Nach den so genannten Leitmerkmalmethoden können die Risiken für
     die körperliche Überbelastung für jeden Beschäftigten 
     individuell ermittelt werden. So ist die Höhe der körperlichen 
     Belastungen abhängig von der Art des Hilfsmittels, vom 
     Lastgewicht, der Körperhaltung und Bewegungsgeschwindigkeit, der
     Dauer und Häufigkeit der Lastenhandhabung und den 
     Ausführungsbedingungen. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen 
     beraten bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und bei 
     der Wahl der richtigen Hilfsmittel. 

Übersicht über die wichtigsten Hilfsmittel zum Ziehen und Schieben leichter bis mittelschwerer Lasten: www.deinruecken.de Webcode: dam12951

Hinweise zur Gefährdungsbeurteilung bei körperlichen Belastungen finden sich hier: www.deinruecken.de Webcode: dam10793

Hintergrund "Denk an mich. Dein Rücken"

In der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern. Weitere Informationen unter www.deinruecken.de

Pressekontakt:


Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de

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