LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover

Gutes Neugeschäft bei der LBS Nord
Kunden setzen auf Wohn-Riester
LBS-Chef Dr. Kamp: "Solides Geschäftsjahr"

Hannover (ots) - Bausparen bleibt beliebt: 150.984 neue Verträge mit einer Bausparsumme von 3,96 Milliarden Euro konnte die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin - Hannover (LBS Nord) im Jahr 2014 abschließen. Das Volumen des Neugeschäfts übertraf damit den Vorjahreswert um 3,8 Prozent. In Niedersachsen baute die LBS Nord ihren Marktanteil auf 44,8 Prozent (+ 2,8 Prozentpunkte) aus. In Berlin bestätigte sie mit 28,2 Prozent ebenfalls ihre Position als Marktführer.

Mit einem Betriebsergebnis nach Steuern von 12,3 Millionen Euro lag die LBS Nord "angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen deutlich über Plan", so der Vorstandsvorsitzende Dr. Rüdiger Kamp. Insgesamt bewertete er das abgelaufene Geschäftsjahr als "solide."

Die durchschnittliche Bausparsumme im Neugeschäft wuchs 2014 bei der LBS Nord um 19,2 Prozent auf 26.229 Euro. "Wir haben im vergangenen Jahr die Qualität bei den Neuabschlüssen erheblich gesteigert. Immer mehr Bausparverträge werden bei uns mit einer konkreten Finanzierungsabsicht und entsprechend höheren Summen abgeschlossen. Dafür gibt es gute Argumente: Gerade im derzeitigen Zinstief ist ein Bausparvertrag für spätere Bauherren und Immobilienkäufer ideal, um sich langfristig die günstigen Zinsen zu sichern", erklärt Dr. Kamp.

Den "Qualitätssprung" im Bauspargeschäft führt der LBS-Chef unter anderem auf die neue Tarifgeneration zurück, die die LBS Nord 2014 eingeführt hat. Sie mache Bausparen insbesondere für Finanzierer noch attraktiver, denn die neuen Tarife böten den Kunden deutlich gesenkte Darlehenszinsen ab 1,4 Prozent und flexible Wechsel- und Wahloptionen.

Wohn-Riester-Vorteile überzeugen Kunden

Zudem wurden bei der LBS Nord wesentlich mehr staatlich geförderte Wohn-Riester-Verträge als im Vorjahr abgeschlossen. Auch dadurch habe die Bausparsumme bei den Neuabschlüssen weiter zugelegt. Die LBS Nord vermittelte 2014 insgesamt 15.292 Wohn-Riester-Verträge mit einem Volumen von rund 530 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 31,1 Prozent in der Stückzahl und 33,6 Prozent in der Bausparsumme. Nach Vertragsvolumen machen die Riester-Abschlüsse 13,4 Prozent des LBS-Neugeschäfts aus und steigerten ihren Anteil um 3 Prozentpunkte.

"Der Gesetzgeber hat 2014 die Voraussetzungen für Wohn-Riester verbessert und der staatlichen 'Eigenheimrente' weiteren Schub gegeben. So können jetzt auch Eigentümer von selbst genutzten Immobilien, die ihr Objekt vor 2008 erworben haben, bei einer Anschlussfinanzierung die Wohn-Riester-Förderung nutzen", erläutert Dr. Kamp. "Die finanziellen Vorteile bei einer Immobilienfinanzierung mit Riester können häufig mehrere zehntausend Euro betragen. Unsere Kunden auf die staatliche Förderung anzusprechen, gehört daher bei uns zum Standard - ebenso wie ihnen günstige Wohn-Riester-Tarife und -Sonderprogramme anzubieten."

Finanzierungsgeschäft zieht weiter an

Auch für das Finanzierungsgeschäft zieht der LBS-Vorstandsvorsitzende eine positive Bilanz. Im Jahr 2014 habe die LBS Nord insgesamt 831,1 Millionen Euro an Bauspardarlehen, außerkollektiven Krediten und Sparkassenfinanzierungen vermittelt. Das sind rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem die Zusammenarbeit im Verbund wurde dabei weiter ausgebaut. An ihre Sparkassen-Verbundpartner konnte die LBS Nord rund 11 Prozent mehr Darlehen vermitteln (218,8 Millionen Euro).

Darüber hinaus gab es bei den LBS-Kunden eine hohe Nachfrage nach Sofortfinanzierungen. So bewilligte die LBS Nord 515,1 Millionen Euro an außerkollektiven Krediten, ein Plus von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Das Interesse an Wohneigentum ist ungebrochen. Und viele nutzen jetzt die Niedrigzinsphase, um die eigenen vier Wände zu finanzieren", so Dr. Kamp.

LBS-Immobilientochter steigert Umsatz

Die Nachfrage nach Immobilien hat gegenüber dem Vorjahr wieder zugenommen. Bis Ende November 2014 wurden in Niedersachsen insgesamt 21.262 neue Wohnungen genehmigt. Das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insbesondere Eigentumswohnungen waren gefragt. Hier betrug der Zuwachs 22 Prozent.

In Berlin stiegen die Baugenehmigungen besonders stark an und legten mit 14.670 Wohnungen um 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Als Motor wirkt hier vor allem der Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Davon entstehen rund 60 Prozent als Eigentumswohnungen.

Dank der zunehmenden Immobiliennachfrage hat auch die LBS Immobilien GmbH NordWest (LBSi NordWest), seit 2013 gemeinsame Tochter der Landesbausparkassen Nord und West, weiter an Boden gewonnen. Im Jahr 2014 vermittelte sie in Niedersachsen und Berlin insgesamt 2.246 Häuser, Wohnungen und Grundstücke mit einem Kaufwertvolumen von 302,2 Millionen Euro. Damit steigerte sie ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20,5 Prozent. Derzeit arbeitet die Gesellschaft mit 13 Sparkassen in Niedersachsen zusammen. Für 2015 sind Kooperationen mit fünf weiteren niedersächsischen Sparkassen sowie der Sparkasse Bremen fest geplant.

EZB-Politik belastet Kreditinstitute

Kritisch sieht der LBS-Vorstandsvorsitzende die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Sie belaste zunehmend die Sparer in Deutschland und das Zinsergebnis der Kreditinstitute. Hinzu kämen die steigenden regulatorischen Auflagen. Sie forderten auch von kleinen und risikoarmen Instituten wie der LBS Nord erhöhte Anstrengungen bei der Eigenkapitalbildung und der Einlagensicherung.

Das Betriebsergebnis von 12,3 Millionen Euro bezeichnet Dr. Kamp vor diesem Hintergrund als "solide". Die LBS Nord konnte dabei aufgrund rückläufiger Zinsaufwendungen für Fremdmittel ihren Zinsüberschuss um 2,6 Prozent auf 142,8 Millionen Euro steigern.

Die Sachkosten sanken insgesamt um knapp ein Prozent auf 40,7 Millionen Euro, während die Personalkosten wegen höherer Versorgungsleistungen für ehemalige Mitarbeiter auf 43,3 Millionen Euro stiegen.

Angesichts der Nullzinspolitik habe die LBS Nord im Jahr 2014 Maßnahmen zur Systemsicherung des Bausparens sowie zur Kostensenkung getroffen. Beim Bausparen handele es sich um ein Solidarsystem, bei dem die Balance von Sparern und Darlehensnehmern gewährleistet sein müsse, betont Dr. Kamp: "Es darf nicht sein, dass renditeorientierte Anleger ihren Vertrag zum Nachteil derjenigen optimieren, die den Kernnutzen des Bausparens verfolgen."

Zudem befinde sich die LBS Nord derzeit in einer Phase der Strukturveränderung: So sei das Institut dabei, neue vertriebliche Instrumente und Modelle für die Kooperation mit den Sparkassen zu entwickeln. In einem bundesweiten EDV-Projekt würden alle Landesbausparkassen ein einheitliches, kosteneffizientes IT-System einführen - die LBS Nord im Frühjahr 2016. Dieses sei an das OSPlus-System der Sparkassen angepasst und ermögliche eine noch engere Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern.

Marktrahmenbedingungen für LBS Nord 2015 positiv

Die Rahmenbedingungen für das Bausparen sieht LBS-Chef Dr. Kamp weiterhin positiv. Die gute konjunkturelle Entwicklung werde auch 2015 den Wohnungs- und Finanzierermarkt und den Wunsch nach Wohneigentum fördern. Mit ihrem neuen Tarifwerk sei die LBS Nord für das Niedrigzinsumfeld bestens gerüstet. Erhebliche Marktpotenziale lägen zudem in der steigenden Nachfrage nach energetischen und altersgerechten Modernisierungen. Diese Marktchancen werde die LBS Nord mit speziell dafür ausgerichteten Tarifen, Sonderkreditprogrammen und Wohn-Riester nutzen.

"Bausparen genießt ungebrochene Attraktivität"

"Das Geschäftsmodell Bausparen genießt aufgrund der hohen Bausparneigung unserer Kunden eine ungebrochene Attraktivität", so Dr. Kamps Fazit. "Sie schätzen den Bausparvertrag als Instrument zur Altersvorsorge und zur Zinssicherung sowie den hohen Wert der eigenen Immobilie."

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LBS Nord
Pressesprecherin
Monika Grave
Tel. 0511 / 926-6668
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