LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz

Mehr Neubau, aber noch keine Entlastung

Mehr Neubau, aber noch keine Entlastung
Die LBS Immobilien GmbH relativiert die gerade veröffentlichten positiven Baugenehmigungszahlen für Rheinland-Pfalz: "Ausgerechnet dort, wo es am nötigsten wäre, weil immer mehr Menschen dort wohnen wollen, wurde weniger statt mehr gebaut", so Geschäftsführer Franz Josef Loch. Bildnachweis: LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz ...

Mainz (ots) - LBS Immobilien GmbH: Baugenehmigungsaufschwung in Rheinland-Pfalz wichtig als Motor für Wohnungspolitik

Der Trend wieder leicht steigender Bauantragszahlen aus dem ersten Halbjahr diesen Jahres hat sich verfestigt: Aktuell berichtet das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz von "Wieder mehr Baugenehmigungen im Wohnbau". Dieser Aufschwung könnte auch aus Sicht der Mainzer Maklertochter der LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz eine gewisse Entlastung bringen: "Mittelfristig könnten sich so unsere Regale wieder füllen und die Kundenwünsche nach Eigentumswohnungen oder Eigenheimen vor allem in gefragten Stadtlagen schneller erfüllen lassen", kommentiert der Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH Franz Josef Loch das zu erwartende Mehr an Neubauten. Nach einer Flaute zwischen 2013 und 2014 genehmigten die Bauämter von Januar bis September 2015 mit insgesamt 9.106 Wohnungen fast fünf Prozent mehr als in den ersten neun Monaten des Jahres 2014.

In vielen Zuzugsregionen keine Belebung

Betrachtet man den landesweiten Aufschwung genauer, zeigt sich jedoch, dass das Angebot an Immobilien in den beliebten urbanen Zentren von Rheinland-Pfalz weiterhin knapp bleibt. In sieben von elf Städten wurden bis September sogar weniger Wohnungen genehmigt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Spannend ist hier die Kopplung mit den Forschungsergebnissen von empirica: Einige dieser Städte, wie Landau, Mainz oder Ludwigshafen und Landkreise wie Trier-Saarburg, Ahrweiler oder Rhein-Pfalz hat das Institut als vor allem für junge Menschen attraktive Zuzugsregionen mit langfristigem Bedarf an Wohnraum identifiziert. Gemessen an der Bevölkerungsdichte wurden jedoch gerade dort verhältnismäßig weniger Baugenehmigungen erteilt: So wurden in Landau 2014 bis September 65,3 Wohnungen pro 10.000 Einwohner gebaut, 2015 sind es nur 46,3. Diese Negativ-Entwicklung ist noch in drei weiteren beliebten Städten und fünf Landkreisen zu beobachten, wie beispielsweise Südliche Weinstraße, wo die Zahl mit 24,9 deutlich unter der des Vorjahres (32,9) liegt. "Daher befürchten wir, dass die punktuelle Belebung im Neubau an manchen Standorten doch nicht ausreichen wird, um die aktuelle und zukünftige Nachfrage zu bedienen", so die Einschätzung des LBS I-Geschäftsführers Loch. "Man muss bedenken, dass wir aus einem Defizit kommen. Hier wird noch einige Zeit vergehen, bis die geplanten Bauprojekte marktwirksam werden - und dann muss vor allem weiter gebaut werden."

Trotz günstiger Zinssituation wird Hauskauf für viele immer schwerer Denn eine Folge des engen Wohnungsmarktes sind steigende Preise und damit haben derzeit vor allem die sogenannten Schwarmregionen zu kämpfen: "Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird es für die nicht so kaufkräftigen Immobilien- und Mietinteressenten dort zunehmend schwieriger, eine Wohnung oder ein Haus zu finanzieren - auch wenn die derzeitige Zinssituation ja nach wie vor die besten Voraussetzungen bietet", so Loch. Positiv entwickelt haben sich die Baugenehmigungszahlen in Trier, in den Wachstumskernen Koblenz, Frankenthal und Kaiserslautern sowie in den Suburbanisierungsregionen Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen. Das entspanne die Angebotslage allerdings allenfalls kurzfristig, weshalb die LBS Immobilienberater mittelfristig dort auch nicht mit einer Stagnation der Preise rechnen.

Neubau ist qualitätsvoll, aber teuer

Vor dem Hintergrund, dass die Wohnungspolitik in Rheinland-Pfalz vornehmlich darauf ausgerichtet ist, ausreichenden Wohnraum zu schaffen, komme dem Neubau eine Schlüsselrolle zu, hält Loch fest. Neubauten versprächen in der Regel zudem eine sehr gute Qualität. Allerdings ginge das auch in die Preise: "Denn obwohl die Baukosten gestiegen sind, findet vielerorts die Investition in hochpreisige Immobilien ungebremst statt. Solange das so ist und Investoren gut damit verdienen, sehen diese keinen monetären Grund, sich im sozialen Wohnungsbau zu engagieren." Das wiederum engt auf den ersten Blick den Handlungsspielraum des Landes ein, für bezahlbares Wohnen zu sorgen - die zweite vordringliche Aufgabe der Politik. Franz Josef Loch ist dennoch der Meinung, dass auch unter diesen Vorzeichen Entlastung durch mehr Neubau kommen kann: Denn neben der rein quantitativen Ausweitung des Angebots entschärften Neubaubezieher die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt dadurch, dass sie günstigeren Wohnraum frei machen.

Rheinland-Pfalz fördert Schaffung von bezahlbarem Wohnraum Als positives Signal wertet der LBS I-Geschäftsführer die aktuelle Ankündigung der Förderbank des Landes ISB, die soziale Wohnraumförderung auszubauen, die Konditionen anzupassen und Tilgungszuschüsse in Regionen mit gesteigertem Wohnungsbedarf als ein neues Instrument einzusetzen.

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Die LBS Immobilien GmbH mit Sitz in Mainz übernimmt als Maklertochter der LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz die Vermittlung von Grundstücken, Wohnungen, Häusern und gewerblichen Immobilien. Im Verbund mit den rheinland-pfälzischen Sparkassen und den LBS- Gebietsleitungen ist sie der größte Vermittler von Wohnimmobilien in Rheinland-Pfalz und flächendeckend im Land vertreten.

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