Prognose der EEG-Umlage: Annäherung an die Sechs-Cent-Marke ohne regulierenden Eingriff schon 2014

Frankfurt (ots) - Die Kosten zur Förderung der Erneuerbaren Energien werden nach dem deutlichen Anstieg der letzten Jahre auch in Zukunft steigen. Lag die daraus resultierende EEG-Umlage pro Kilowattstunde im Jahr 2012 noch bei 3,592 Cent, ist sie Anfang 2013 um fast 50 Prozent auf 5,277 Cent angestiegen. Auch wenn dies der größte Preisanstieg gewesen sein dürfte, ist zu erwarten, dass die Umlage im nächsten Jahr weiter steigen müsste. "2014 würde die Umlage ohne die geplanten Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen bei 5,8 Cent pro Kilowattstunde liegen", schätzt Peter Lorenz Nest, Finanzvorstand der Ensys AG. Seine Prognose basiert auf einem Modell, das die Ensys AG entwickelt hat, um ihre Kunden nicht nur bei der Beschaffung von Strom, sondern auch bei der Planung der Gesamtkosten für Strom inklusive aller Abgaben zu unterstützen. Das Modell unterstellt ungeachtet des jüngsten Vorstoßes von Bundesumweltminister Peter Altmaier für 2014 sowohl eine unveränderte Gesetzeslage als auch eine nur moderaten Schwankungen unterliegende Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Gründe für den Anstieg liegen zum einen in der sogenannten Liquiditätsreserve, die 2012 zum Ausgleich des EEG-Kontos in die Umlage integriert wurde. Sie wird 2013 vollständig abgebaut. Zusätzlich entsteht ein Fehlbetrag, der 0,2 Cent pro Kilowattstunde entspricht. Dies hängt damit zusammen, dass die Einspeisung der erneuerbaren Energien in einem höheren Maße stattfindet als vorhergesagt. Diese Entwicklung wird sich im laufenden Jahr wegen des verstärkten Ausbaus von Erzeugungsanlagen fortsetzen. Auch die unerwartet niedrigen und seit Jahresbeginn weiter sinkenden Großhandelspreise für Strom an der Börse treiben die Umlage, die die Differenz zwischen Strompreis und festgelegtem Einspeisetarif ausgleichen soll, in die Höhe. Weil Großverbraucher derzeit überwiegend von der Umlage befreit sind, wird ein großer Teil dieser Mehrkosten auf die Letztverbraucher umgelegt. "Ohne die Privilegierung der Großverbraucher wäre die Umlage 2014 gut 1 Cent pro Kilowattstunde niedriger. Diese Entwicklung hat inzwischen auch Bundesumweltminister Peter Altmaier erkannt, indem er in dieser Legislaturperiode unter anderem Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen begrenzen will", so Peter Lorenz Nest.

Über die Ensys AG:

1998 - mit der Liberalisierung des Energiemarktes - nahm die Ensys AG als reines Stromhandelsunternehmen ihre Arbeit auf. Heute zählt sie zu den bundesweit tätigen, mittelständischen Energieunternehmen im B2B-Bereich. Gemeinsam mit ihren Filial-, Immobilien-, Gewerbe-, Geschäfts- und Industriekunden entwickelt die Ensys AG branchenspezifische Lösungen in den Bereichen Beschaffung, Versorgung und Energieeffizienzmanagement. Die Ensys AG hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und beschäftigt rund 70 Mitarbeiter.

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