Save the Children Deutschland e.V.

Syrien-Appell Save the Children & World Vision: "Wir können den Krieg nicht stoppen, aber das Leid der Menschen lindern!"

Berlin (ots) - World Vision und Save the Children fordern gemeinsam mit weiteren Hilfsorganisationen, dass die UN-Sicherheitsratsresolution zum sofortigen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe in Syrien unverzüglich umgesetzt wird.

Der Zugang für humanitäre Nothilfe in Syrien muss dringend geschaffen werden, dies fordern internationale Hilfsorganisationen in einem gemeinsamen Appell. 30 Tage nach der UN-Sicherheitsratsresolution 2139 sind kaum Fortschritte erzielt worden und noch immer haben Millionen Syrer keinerlei Nothilfe erhalten. Aufgrund der Kämpfe sind geschätzt 3,5 Millionen Menschen von der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten abgeschnitten. "Heute analysiert der UN-Sicherheitsrat die Fortschritte seit Verabschiedung der Resolution. Die Resolution darf nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern muss umgesetzt werden - zu viele Leben stehen auf dem Spiel", betont Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland.

Mehr als 9 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Entweder in den Grenzregionen oder als Binnenvertriebene im Land. "Hinter allen Schlagzeilen verbergen sich Schicksale. Für die Menschen in Syrien ist der Krieg eine brutale, alltägliche Realität. Aus politischer Sicht ist diese Krise sehr komplex. Den Krieg können wir nicht stoppen. Was aus humanitärer Sicht getan werden muss, ist allerdings ganz einfach. Wir müssen jetzt handeln, um das Leid und das Sterben der Menschen zu lindern, solange bis eine politische Lösung gefunden wurde. Der UN-Sicherheitsrat muss die Umsetzung der Resolution sicherstellen, sodass die dringend benötigte humanitäre Hilfe die Menschen in Syrien erreicht", sagt Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland.

Save the Children und World Vision begrüßen gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen, dass ein erster UN-Konvoi über die Grenze von der Türkei nach Syrien fahren konnte. Dies ist eine wichtige Unterstützung der bereits laufenden Hilfe, die bisher ausschließlich von NGOs geleistet wird. Doch der Zugang zur betroffenen Bevölkerung muss noch deutlich verbessert werden. In den letzten Wochen mussten Hilfsgüterverteilungen zum Teil aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden und die in weiten Teilen des Landes herrschende Gewalt erschwert weiterhin den Zugang. In den Nachbarländern steigt der Zustrom von Flüchtlingen. Jordanien verzeichnete für März die höchste Zahl von Neuankömmlingen in diesem Jahr.

"Ich spreche jeden Tag mit meiner Familie und Freunden, die weiterhin in Syrien sind", berichtet ein syrischer Flüchtling, der als Freiwilliger in Jordanien arbeitet. "Sie haben keine Nahrung und keine Medikamente. Menschen verhungern. Eine meiner Nachbarinnen ist in ein Diabeteskoma gefallen, weil sie kein Insulin hatte."

"Wenn wir jetzt nicht handeln, wird Syrien für alle Zeit ein Symbol für politisches Versagen sein", mahnt Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. "Der UN-Sicherheitsrat muss dafür sorgen, dass die Resolution umgesetzt wird."

Ein gemeinsamer Appell von Save the Children, Danish Refugee Council, World Vision, Norwegian Refugee Council, Relief International, Handicap International, International Rescue Committee, Hand in Hand for Syria.

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