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Aserbaidschan drängt Papst Franziskus die armenische Besetzung seiner Gebiete während seines Besuchs in Jerewan anzusprechen

Baku, Aserbaidschan (ots/PRNewswire) - Vor seinem Besuch in Armenien hat Aserbaidschan Papst Franziskus dazu gedrängt, die armenische Regierung dazu aufzufordern, die illegale Besetzung von Bergkarabach und der umliegenden aserbaidschanischen Provinzen zu beenden und öffentlich die Verantwortung für das Massaker von Chodschali zu übernehmen, wo im Jahr 1992 über 600 Männer, Frauen und Kinder getötet wurden.

"Wir wollen unser tiefgreifendes Bedenken in Bezug auf mögliche Probleme ausdrücken, die bei Ihrem bevorstehenden Besuch in Armenien angesprochen werden könnten, wie beispielsweise die irreführenden Bemühungen der armenischen Behörden mit denen sie die illegale Besetzung von Bergkarabach und der umliegenden aserbaidschanischen Gebiete zu rechtfertigen versuchen", erklärte der Präsident des Verbands zur Entwicklung der Zivilgesellschaft Elkhan Suleymanov in seinem Brief an den Papst.

Ungefähr 20 Prozent der aserbaidschanischen Gebiete wurden von Armenien während des postsowjetischen Machtvakuums zu Beginn der frühen 1990er Jahre besetzt. In seinem Brief hob Suleymanov die Resolutionen der Vereinten Nationen und - zu Beginn des Jahres - der Resolution 2085 (2016), die von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates verabschiedet wurde, hervor, und forderte den unmittelbaren und bedingungslosen Rückzug der armenischen Truppen aus den Gebieten. Jüngst gab auch das Weiße Haus eine Erklärung heraus, in der es die Bedeutung "der Rückgabe der Gebiete um Bergkarabach an die aserbaidschanische Kontrolle" hervorhob.

"Angesichts dessen wollen wir an die spirituelle und moralische Verantwortung des Heiligen Stuhls und Ihrer Heiligkeit appellieren und dazu anrufen, die Tragödien, die in Bergkarabach stattgefunden haben, in Jerewan anzusprechen, und die armenischen Behörden dazu zu drängen, sich den Schlüssen der internationalen Gemeinschaft anzuschließen, vor allen Dingen der Rückgabe der aserbaidschanischen Gebiete in Einhaltung der Resolutionen der Vereinten Nationen und des Europarats", schrieb Suleymanov.

Er verwies auch auf die engen Beziehungen zwischen dem Vatikan und Aserbaidschan sowie auf Aussagen des früheren Außenministers des Heiligen Stuhls, Giovanni Lajolo, in der die religiöse Toleranz Aserbaidschans gelobt wurde.

Suleymanov merkte an: "Wir sind uns sicher, dass Ihre Heiligkeit die tief verwurzelten Traditionen der religiösen und ethischen Toleranz kennt, die die Aserbaidschanis seit vielen Jahrhunderten leiten und die zu einer friedlichen Koexistenz der Christen, Juden und Muslime führen". Er fuhr fort und fügte hinzu, dass die Aserbaidschaner dieser Toleranz weiterhin verbunden sind und " trotz der kontinuierlichen Ungerechtigkeit und der schrecklichen Unruhen, die unser Land und unsere Region in den letzten Jahrzehnten eingenommen haben, Respekt und Solidarität zwischen allen Bürgern fördern".

Der Besuch des Papsts Franziskus in Armenien ist vom 24. bis 26. Juni vorgesehen.

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