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Aserbaidschan: Unsere Loyalität Europa gegenüber wurde 2014 mit Angriffen und Negativität vergolten

Baku, Aserbaidschan (ots/PRNewswire) - Die aserbaidschanische Delegation in der parlamentarischen Versammlung Euronest hält 2014 für ein Jahr der "Angriffe, Resolutionen und Deklarationen" gegenüber ihrem Land, die nun einen "dunklen Schatten" auf die Objektivität des Europäischen Parlaments werfen.

Der Leiter der Delegation Elkhan Suleymanov sagte, Aserbaidschan sei effektiv für seine positive Zusammenarbeit mit Europa im Rahmen der Initiative "Östliche Partnerschaft" der EU bestraft worden.

Er zeigte sich besorgt darüber, dass Aserbaidschan allein in der Kritik stand, während das rivalisierende Armenien sich entschlossen habe, seine "Verbindungen zur EU abzubrechen" und sich der eurasischen Zollunion unter russischer Führung anzuschliessen. In Anbetracht dessen wirft Suleymanov die Frage auf, warum Armenien sogar mit noch mehr EU-Finanzmitteln sowie dem Privileg belohnt wurde, die nächste Plenarsitzung von Euronest im kommenden Jahr in Jerewan ausrichten zu dürfen. Aserbaidschan hat sich nun entschlossen, dieses Treffen zu boykottieren.

All diese Faktoren, schrieb er letzte Woche in einem offenen Brief an die Konferenz der Präsidenten des Europäischen Parlaments, "überschatten das gesamte EP".

Ausserdem kritisiert Suleymanov einen Bericht vom Oktober, in dem Möglichkeiten untersucht worden waren, mithilfe des Europäischen Nachbarschaftsinstruments solidere Partnerschaftsbeziehungen zwischen der EU und ihren östlichen Partnerländern aufzubauen.

Der Bericht befasst sich in erster Linie mit der Krise in der Ukraine und "verurteilt die russische Aggression in der Ostukraine und die illegale Annexion der Krim". Die von Armenien annektierten aserbaidschanischen Gebiete und das anhaltende Leid, das dadurch verursacht wurde, erwähnt der Bericht hingegen mit keinem Wort. Die armenische Besatzung der Region Bergkarabach und der angrenzenden aserbaidschanischen Gebiete wurde von mehreren internationalen Organisationen verurteilt, darunter auch der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und das Europäische Parlament.

"Das aserbaidschanische Volk erwartet von der Europäischen Union, Aserbaidschan, dieselbe Unterstützung zuteilwerden zu lassen, wie es heute bei der Ukraine der Fall ist. Immerhin sind 20 % des Landes bereits seit über 23 Jahren besetzt", schrieb Suleymanov.

Er wies ausserdem darauf hin, dass auch Seine Heiligkeit Papst Franziskus in seiner Rede vor dem Plenum des Europäischen Parlaments vor Kurzem ähnliche Ansichten geäussert hatte wie er selbst.

Der Papst sagte: "In den letzten Jahren ist die Europäische Union grösser geworden, aber gleichzeitig ist auch das Misstrauen der Bürger gegenüber den Institutionen gewachsen. Sie halten sie für distanziert und glauben, ihre Vorschriften seien einzelnen Völkern gegenüber unsensibel, wenn nicht gar schädlich."

Aber trotz seiner Bedenken schaut Suleymanov weiterhin positiv auf das Jahr 2015. Er beendete seinen Brief mit der Hoffnung, dass das Europäische Parlament sich "Aserbaidschan gegenüber im nächsten Jahr objektiv" zeigen wird.

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