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Der Fall Schulze aus Drage - jetzt spricht die zweite Tochter exklusiv in CLOSER: "Ich frage mich jeden Tag, ob meine Mutter und meine kleine Schwester noch leben"

Hamburg (ots) - Vor fast einem Jahr verschwand Familie Schulze aus Drage im Landkreis Harburg. Der Stiefvater Marco Schulze (41) wurde wenige Tage nach dem Verschwinden tot in der Elbe aufgefunden - alles deutet auf Selbstmord hin. Von Sylvia Schulze (43) und Tochter Miriam (12) fehlt nach wie vor jede Spur. In der neuen CLOSER (EVT 11.05) spricht die zweite Tochter Sandra K. (25) exklusiv über den mysteriösen Fall.

Sandra K. erinnert sich noch genau an den Moment, in dem sie vom Verschwinden ihrer Familie erfährt: "Das war zwei Tage, nachdem die drei verschwunden waren. Der Chef meiner Mama hatte sie als vermisst gemeldet und die Polizei rief mich am Freitag an und sagte: 'Wir würden gern mit Ihrer Mutter sprechen. Wissen Sie, wo sie ist?' Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nichts Schlimmes vermutet. Doch dann wurde es immer mysteriöser: "Ihre Portemonnaies waren zu Hause, und die Handys gingen vom Netz."

Besonders dramatisch: Sandra K. war während dieser traumatisierenden Zeit schwanger. Die Ärzte bangten um ihr Baby - glücklicherweise ist sie aber vor acht Wochen Mutter eines gesunden Jungen geworden. Die Polizei fahndete ohne Erfolg nach der Familie; nach dem Leichenfund des Stiefvaters berichtet die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" im August 2015 über den Fall. Eine Zeugin behauptet, die Familie am Tag ihres Verschwindens am Mühlenteich in Buchholz gesehen zu haben, doch trotz tagelanger Suche tauchen Mutter und Tochter nicht wieder auf. Sandra K. glaubt der Aussage: "Die Zeugin hat einen Streit mitbekommen. Und ich glaube ihr, weil mein Spitzname gefallen ist, den niemand außer den dreien benutzt hat."

Sandra glaubt, dass ihr Stiefvater ihre Mutter und ihre Schwester umgebracht hat und möglicherweise die Leichen verschwinden ließ, bevor er Selbstmord beging: "Marco hat in einer Chemiefabrik gearbeitet. Damit kam er an Substanzen ran, die dafür sorgen könnten, dass jemand 'richtig' verschwindet." Sandra K. zum möglichen Motiv ihres Stiefvaters: "Marco hatte ein Alkoholproblem und seinen Zweitjob als LKW-Fahrer einer Supermarktkette zuvor verloren, weil er seinen Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben musste." Hassen könne sie ihn aber selbst dann nicht, wenn ihr Stiefvater ihre Mutter und ihre Schwester tatsächlich umgebracht habe: "Ich könnte ihn nicht hassen. Er war zu Lebzeiten der fürsorglichste Vater, den man sich vorstellen kann. Ich kannte ihn 13 Jahre lang und habe sehr lieb gehabt. Er hat immer gesagt: 'Wir schaffen alles. Nur rede mit mir, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.' Das war sein Leitspruch, an den er sich offensichtlich nicht gehalten hat."

Hinweis für Redaktionen:

Der vollständige Beitrag erscheint am 11.05.2016 in der aktuellen Ausgabe von CLOSER (Nr. 20/2016). Auszüge sind bei Nennung der Quelle CLOSER zur Veröffentlichung frei. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktion CLOSER, Tim Affeld, Telefon: 040/3019-17 61.

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