Media Perspektiven

Erneut Höchstwert bei Pressekonzentration - Media Perspektiven veröffentlicht Studie zur Konzentration der Tagespresse in Deutschland

Frankfurt/Main (ots) - Zum zweiten Mal in Folge erreicht die Konzentration im deutschen Tageszeitungsmarkt einen Höchstwert: Der Marktanteil der zehn führenden Verlagsgruppen an der Verkaufsauflage im Gesamtmarkt betrug im I. Quartal 2014 59,3 Prozent. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2012 lag um 0,2 Prozentpunkte niedriger. Damit stammt deutlich mehr als die Hälfte aller Zeitungsexemplare aus nur zehn Verlagsgruppen. Diese Ergebnisse einer Untersuchung des Dortmunder FORMATT-Instituts sind jetzt in der Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift "Media Perspektiven" veröffentlicht worden.

Betrachtet man nur die fünf auflagenstärksten Verlagsgruppen, zeigt sich das Ausmaß der Konzentration noch deutlicher: Allein die Top-5-Unternehmen verkauften im I. Quartal 2014 42,9 Prozent der Gesamtauflage in Deutschland. Dieser Wert ist allerdings gegenüber 2012 um 1,5 Prozentpunkte gesunken.

Besonders stark von Konzentrationsprozessen betroffen ist derzeit der Markt der Abonnementzeitungen. Hier erhöhte sich der Konzentrationsgrad um 1,7 Prozentpunkte auf 36 Prozent im I. Quartal 2014. Auflagenverluste und rückläufige Werbeeinnahmen belasten die wirtschaftliche Basis des Zeitungsjournalismus seit längerem. Auswege werden in Zu- oder Verkäufen, Kooperationen und Kostenreduktion gesucht. Vor allem im Segment der für den deutschen Markt typischen Regionalzeitungen wurden und werden Lokalausgaben eingestellt oder Inhalte von anderen Zeitungen übernommen, hier hat sich die Kettenbildung weiter verstärkt. "Der am lokalen Geschehen interessierte Zeitungskäufer hat immer häufiger keine Wahl mehr zwischen redaktionell unterschiedlichen Titeln", konstatiert Horst Röper, Autor der Studie.

Die gravierendste Veränderung in der Rangfolge der auflagenstärksten Verlagsgruppen betrifft die Axel Springer SE: Sie bleibt zwar im Gesamtmarkt die führende Verlagsgruppe, fällt aber wegen ihrer Verkäufe mehrerer Zeitungen an die Funke Mediengruppe (zuvor WAZ-Konzern) im Segment der Abonnementzeitungen aus dem Ranking heraus.

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