Aktion Gesunder Rücken e. V.

Die Radsaison ist eröffnet!
Was jetzt für den Rücken wichtig ist

Gesundes, rückenfreundliches Fahrradfahren ist nur dann möglich, wenn Gefährt und Benutzer zueinander passen. Bedeutet: Das Fahrrad sollte sich an verschiedenen Punkten individuell einstellen lassen. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/104263 / Die Verwendung dieses Bildes ist für... mehr

Selsingen (ots) - Radfahren ist eine der effektivsten Sportarten, um fit und gesund zu bleiben. Ob Muskeln oder Gelenke, Herz oder Immunsystem, Fettverbrennung oder Kondition - Radeln bringt den ganzen Körper in Top-Form. Kein Wunder, dass sich immer mehr Sportler und Freizeitaktivisten daran erfreuen. Doch Vorsicht: Das Fahrrad sollte an die eigenen Proportionen angepasst werden und gut gefedert sein, sonst leidet der Rücken.

Auf die richtige Einstellung kommt es an

Gesundes, rückenfreundliches Fahrradfahren ist nur dann möglich, wenn Gefährt und Benutzer zueinander passen. Bedeutet: Das Fahrrad sollte sich an verschiedenen Punkten individuell einstellen lassen. Für eine ergonomische Sitzposition müssen sowohl Sitzhöhe, Sattelposition und -neigung sowie Sitzlänge, Lenkerhöhe und -neigung verstellbar sein. Die Sitzhöhe ist richtig eingestellt, wenn die Beine beim Treten nie ganz durchgestreckt werden. Der Sattel sollte so positioniert werden, dass bei waagerechter Pedalstellung die Kniescheibe des Fahrers und das Pedallager ein Lot bilden. Wichtig für die Rückengesundheit ist auch die Einstellung des Lenkers, denn von ihr hängt die Winkelstellung des Rückens zum Becken ab. Höhe und Neigung des Lenkers sollten eine möglichst aufrechte Sitzposition sowie eine bequeme Haltung der Hände ermöglichen (siehe Grafik).

Vollfederung schützt den Rücken

Zusätzlich zur gesunden Sitzhaltung spielt die Federung eines Fahrrads für die Rückengesundheit eine wichtige Rolle. Denn Stoßbelastungen durch Kopfsteinpflaster oder Schlaglöcher können die Wirbelsäule schädigen. Optimal ist eine Vollfederung, bei der statt der Sattelstütze das Heck des Rades gefedert ist. Eine Vollfederung (vorne und hinten) sorgt außerdem für erhöhte Sicherheit, denn durch die Stoßdämpfer verbessern sich die Straßenlage und der Bodenkontakt des Fahrrads erheblich.

Unisex ist Trumpf

Mut zum Unisexrad (ohne Stange) haben mittlerweile auch viele Männer - zu Recht. Denn ein tiefer Durchstieg hat sich ebenfalls bei den Herren bewährt. Das Augenmerk liegt auf hohem Komfort und einem möglichst geringen Gefahrenpotential.

Der Rahmen macht die Musik

Die Rahmengeometrie sollte eine leicht nach vorn geneigte Sitzposition (maximal 30 Grad nach vorn) ermöglichen, die einer natürlich-aufrechten Position des Rückens entspricht. Letztendlich entscheidet aber die individuelle Wohlfühlposition des Fahrers darüber, ob die Sitzhaltung dazu geeignet ist, dauerhaft entspannt auf dem Fahrrad zu sitzen. Was sich gut und unverkrampft anfühlt und dabei generelle Sicherheitsaspekte des Fahrradaufbaus nicht außer Acht lässt, ist richtig.

Beim Sattel sind Individualisten gefragt

Wichtig ist, dass der Sattel in der Praxis überzeugt, als bequem empfunden wird und keine Druckstellen erzeugt. Je nach Fahrhaltung, Anatomie und persönlichen Vorlieben sind unterschiedliche Sattelformen und -größen geeignet.

Motor für mehr Schwung

Neue Maßstäbe in punkto "gesundes Radfahren" setzen elektrounterstützte Räder, die sogenannten Pedelecs. Ein Pedelec funktioniert wie ein gewöhnliches Fahrrad, die Tretleistung wird allerdings durch einen Elektromotor unterstützt. Das Radfahren ist so viel leichter und mit einem geringeren und individuell einstellbaren Kraftaufwand möglich. Noch vor wenigen Jahren galten E-Bikes als Seniorenfahrzeuge und Fahrräder für Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden. Doch inzwischen hat sich das Image gewandelt und immer mehr Menschen haben erkannt, wie angenehm eine Antriebsunterstützung beim Radfahren sein kann. Wer nicht immer mit ganzer Kraft in die Pedale treten muss, kann die Radtour und auch die Umgebung in vollen Zügen genießen. Vorteil für Stadtfahrten: Verschwitze Kleidung gehört der Vergangenheit an, stattdessen sorgen E-Bikes auch auf längeren Strecken für ein entspanntes Ankommen.

Um Verbrauchern bei der Wahl ergonomischer Produkte eine seriöse Entscheidungshilfe zu bieten, hat die Aktion Gesunder Rücken e. V. das Gütesiegel "Geprüft & empfohlen" entwickelt. Ausgezeichnet werden ausschließlich Produkte, die den strengen Prüfkriterien einer unabhängigen Expertenkommission genügen. Wer eine Neuanschaffung plant und nach rückengerechten, AGR-zertifizierten und individuell einstellbaren Fahrrädern sucht, findet zum Beispiel bei der Firma Riese & Müller aus Darmstadt (www.r-m.de) eine große Auswahl.

Weitere Informationen rund ums Rad, zur AGR, dem Gütesiegel und zu geprüften Produkten sowie ein Verzeichnis geschulter und zertifizierter Fachgeschäfte finden Sie unter www.agr-ev.de.

Ergonomische Anforderungen an rückengerechte Fahrräder 
- Rahmengeometrie ermöglicht aufrechte Sitzposition 
- Lenker verstellbar in Höhe und Neigung 
- anpassbare, wirkungsvolle Federung (vorne und hinten) 
- Sattel einstellbar in Höhe, Neigung und Längsposition 
- tiefer Einstieg 
- geringes Gewicht 
Zusatzanforderungen für E-Bikes 
- Akkureichweite mindestens 40 km 
- Akku leicht zu entfernen 	
  (= Gewichtsreduktion) 

Pressekontakt:

Aktion Gesunder Rücken e.V.
Detlef Detjen
Detlef.Detjen@agr-ev.de
04284/926 99 90

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