Zum Valentinstag einen Herz-Check-Up schenken
Durch präventive Untersuchung Risiken für Herzinfarkte verringern
Heidelberg (ots) - Am 14. Februar ist Valentinstag, ein Tag, der sich Herzensangelegenheiten widmet. Eine gute Gelegenheit, auch einmal auf das eigene Herz zu hören. Ist es gesund? Jährlich erleiden in Deutschland 300.000 Menschen einen Herzinfarkt. Viele Kardiologen raten deshalb zu einem regelmäßigen Herz-Check-Up.
Ein Herz-Check-Up ist eine präventive und schmerzfreie Untersuchung beim Hausarzt oder Kardiologen. Dr. Michael Kotzerke, Kardiologe und Chefarzt der Medizinischen Klinik Tuttlingen am Klinikum Landkreis Tuttlingen, erläutert den Ablauf.
- In einem Gespräch über mögliche Beschwerden und Vorerkrankungen
werden individuelle Risikofaktoren für Herzerkrankungen
bestimmt.
- Darauf folgt die körperliche Untersuchung. Ein
Elektrokardiogramm (EKG) in Ruhe und unter Belastung sowie die
Echokardiographie helfen, mögliche Herzerkrankungen im
Frühstadium zu erkennen. Die Echokardiographie ist eine
Ultraschalluntersuchung. Sie gibt Aufschluss über Herzkraft,
Herzklappen und Abmessungen der Herzkammern.
- Eine umfangreiche Blutuntersuchung, in der besonderes Augenmerk
dem schädlichen Cholesterin (LDL), dem nützlichen Cholesterin
(HDL) und den Triglyceriden (Fettsäuren) gilt, rundet die
Untersuchung ab. LDL verstopft die Arterien, daher können zu
hohe LDL-Werte zu einer Herzerkrankung führen. Risiken sind vorhersehbar
Insbesondere Menschen, bei denen Herzerkrankungen in der Familie liegen, die rauchen, an Übergewicht, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Fettstoffwechselstörungen leiden, sollten ihr Herz untersuchen lassen. Auch Menschen, die bereits Schmerzen im Oberbauch, Hals oder gar Herzen verspürt haben, sollten einen Kardiologen aufsuchen. Dies können erste Anzeichen für einen drohenden Herzinfarkt sein. Bei einem unmittelbar bevorstehenden Herzinfarkt fühlen sich Betroffene "als ob ein Stein auf der Brust liegt" oder "wie in einem Schraubstock". Oft ist der Schmerz ausstrahlend in die linke Schulter. "Typisch sind auch Schweißausbrüche und Schwächegefühle oder Übelkeit", so Dr. Kotzerke. Ein Transport ins Krankenhaus kann überlebenswichtig sein. Da ein Herzinfarkt meist das Ergebnis einer langfristigen Verkalkung der Herzkranzgefäße ist, kann die präventive Untersuchung Leben retten. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Darum schenken wir doch unseren Liebsten etwas wirklich Sinnvolles zum Tag des Herzens: Einen Gutschein für den Herz-Check-Up.
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