MIPI® Alliance erweitert Funkschnittstellentechnologie für Mobilgeräte

Piscataway, New Jersey (ots/PRNewswire) -

                      Neue DigRF(SM)- und RFFE-Spezifikationen werden wachsender
                                    Systemkomplexität gerecht 

Die MIPI Alliance kündigte heute zwei Spezifikationen an, die für digitale Modems und Front-End-Radiofunktionen eines Mobilgeräts gedacht sind. Die Spezifikation DigRF v4 v1.10 definiert die Schnittstelle zwischen einem oder mehreren integrierten Basisband-Schaltungen (IC) und Radiofrequenz-ICs (RF) und bietet eine erhöhte Bandbreite für datenintensive HSPA+/LTE-Architekturen. Die Spezifikation RFFE v1.10 definiert eine standardisierte Steuerungsarchitektur für Front-End-Mobilfunkgeräte und bietet eine Lösung mit geringer Komplexität für Multi-Mode-, Multi-Band- sowie multiple Antennenkonfigurationen. Beide Spezifikationen beruhen auf Vorgängerversionen und werden den komplexen, mehrkanaligen Funk- und Drahtlossystemen von heute umfassend gerecht. Für nähere Informationen besuchen Sie http://www.mipi.org/DigRF_RFFE

(Logo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20101005/MIPILOGO )

"Die MIPI Alliance hat erkannt, dass unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der digitalen und der Front-End-Aspekte bestehen, und verfolgt bei der Funkschnittstellentechnologie einen völlig neuen Ansatz", so Joel Huloux, der Vorstandsvorsitzende der MIPI Alliance. "Die zielgerichteten Bemühungen führen zu massgeschneiderten Spezifikationen, die die Voraussetzungen des Markts erfüllen und die Verwendung erleichtern. Die Spezifikationen DigRF v4 v1.10 und RFFE v1.10 werden diesen Zielvorgaben problemlos gerecht."

DigRF bietet eine Hochgeschwindigkeitsschnittstelle für zahlreiche Anwendungen Die Schnittstelle DigRF v4 ist flexibel und effizient zugleich und unterstützt neben Technologien der nächsten Generation wie HSPA+, LTE, Mobile WiMAX auch bestehende 3GPP-Standards wie 2.5G und 3.5G. Danken hohem Datendurchsatz und umfassender Skalierbarkeit ist sie auch für nicht 3GPP-fähige Luftschnittstellen geeignet. DigRF v4 setzt wirksam auf serielle Hochgeschwindigkeitstechnologie und bietet einen optimierten Stromverbrauch, der auf multiplen Geschwindigkeitseinstellungen und einer schnellen Umschaltfunktion zwischen aktivem und stromsparendem Betrieb beruht.

DigRF v4 basiert auf der von der MIPI Alliance entwickelten Spezifikation M-PHY(SM) für die Bitübertragungsschicht. Die Spezifikation ermöglicht eine einzige, integrierte Verbindung zwischen einer integrierten Basisband-Schaltung (IC) und RFICs, wobei zusätzliche RFICs und BBICs über separate Verbindungen optional nachgeschaltet werden können.

DigRF v4 bietet vollständige Interoperabilität auf Schnittstellenebene und schafft die nötigen Voraussetzungen für eine gemeinsame Bitübertragungsschicht. Die Nutzung einer gemeinsamen Hochgeschwindigkeitsschnittstelle für eine Vielzahl verschiedener Anwendungsbereiche führt zu reduziertem Designaufwand und verkürzten Markteinführungszeiten.

"Standardisierte MIPI-Schnittstellen sind von entscheidender Bedeutung und helfen Designern dabei, die erhöhten Anforderungen hinsichtlich des Datendurchsatzes mobiler Terminals für 4G-Anwendungen zu erfüllen", so John Koeter, Vice President des Marketingbereichs für IP und Systeme bei Synopsys. "Als aktives und engagiertes Mitglied der MIPI Alliance unterstützt Synopsys das MIPI-Ökosystem kontinuierlich mit qualitativ hochwertigen und siliziumerprobten DesignWare MIPI IP-Lösungen, die die neuesten Spezifikationen wie MIPI DigRFv4 v1.10 erfüllen und Designern somit die Möglichkeit bieten, die MIPI-Schnittstelle schneller und mit geringerem Risiko in ihre Konzepte zu integrieren."

"Wir verzeichnen auf Kundenseite eine erhebliche Nachfrage nach der DigRFv4-Schnittstelle. Als führender Anbieter derartiger Lösungen sind wir sehr glücklich darüber, dass die MIPIs DigRFv4-Spezifikationen laufend verbessert werden", erklärte C. Srinivasan, der VP Engineering bei Cosmic Circuits.

Folgende Unternehmen haben zur Entwicklung der Spezifikation DigRF v4 Version 1.10 beigetragen: Arasan Chip Systems Inc., Cadence Design Systems, Inc, Fujitsu Limited, Intel Corporation, Motorola Mobility, Inc., Nokia Corporation, Panasonic Corporation, Research In Motion, ST-Ericsson und Synopsys, Inc.

RFFE eignet sich für simple bis komplexe Master/Slave-Konfigurationen RFFE v1.10 bietet eine durchgehend flexible Methode zur Steuerung von Front-End-Mobilfunkgeräten, darunter Leistungsverstärker, Kleinsignalverstärker, Filter, Schaltungen, Stromsteuerungsmodule, Antennentuner und Sensoren. Die Spezifikation unterstützt Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen und eignet sich für simple bis komplexe Funksysteme.

Ausserdem kann sie umfassend erweitert und mit nur einem Slave auf einem einzigen Bus oder mit vielen Slaves auf einem einzelnen bzw. auf verschiedene Bus-Verbindungen betrieben werden. Diese optimierte Umsetzung von Master- und Slave-Konfigurationen bietet erhöhte Simplizität, ohne hinsichtlich der Funktionsmerkmale Abstriche machen zu müssen. Durch die wirksame Nutzung einer gemeinsamen Steuerungsschnittstelle für mehrere Konfigurationen reduzieren sich der designtechnische Zeitaufwand und die Markteinführungszeit.

"Als aktives und engagiertes Mitglied der MIPI Alliance, insbesondere im Bereich der ET-Schnittstellenstandards, sind wir über die Fortschritte der digitalen Schnittstelle RFFE v.1.10 sehr erfreut", so Vikas Vinayak, der CEO von Quantance, einem branchenweit führenden Unternehmen für ultraschnelle ET-Stromversorgungen. "Der Trend geht in der Mobilfunkbranche eindeutig in Richtung einer Standardisierung der ET-Steuerungs- und ET-Signalschnittstellen durch die MIPI Alliance und wir sind sehr stolz, zu diesen Bemühungen beizutragen."

Folgende Unternehmen haben zur Entwicklung der Spezifikation RFFE v1.10 beigetragen: Analog Devices Inc., Fujitsu Limited, Nokia Corporation, NXP Semiconductors, Panasonic Corporation, Peregrine Semiconductor, Qualcomm Incorporated, RF Micro Devices, Skyworks Solutions, Inc., ST-Ericsson, Texas Instruments, Inc. und WiSpry Inc. leisteten den grössten Beitrag. Weitere Unternehmen waren unterstützend tätig und haben Vorschläge unterbreitet.

Informationen zur MIPI Alliance

Die MIPI Alliance ist eine globale Vereinigung, die sich aus Unternehmen aus dem gesamten Mobilfunk-Ökosystem zusammensetzt und sich zum Ziel gesetzt hat, Schnittstellenspezifikationen für Mobilfunkgeräte zu definieren und gezielt zu fördern. Die MIPI-Spezifikationen dienen der Standardisierung von Hard- und Softwareschnittstellen, die neue Technologien vorantreiben und eine schnellere Umsetzung von Funktionen und Diensten ermöglichen. Für nähere Informationen besuchen Sie http://www.mipi.org.

MIPI(R) ist eine geschützte Marke der MIPI Alliance, Inc.

Pressekontakt: Marcia Barnett +1-214-868-8861 marcia.barnett@mipi.org