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Frankfurter Rundschau: Fehlende Antworten

Frankfurt (ots) - Die Schüsse im Ausgehviertel von Tel Aviv erinnern an die Attentate des "Islamischen Staats" vom Herbst in Paris. Unterschiede gibt es dennoch. Anders als in Frankreich oder Belgien handelte es sich eben nicht um eine internationale, von langer Hand geplante Aktion im Auftrag des IS, sondern um zwei junge Palästinenser, die auf eigene Faust handelten. Für die Angehörigen der vier Todesopfer und die Verletzten ist das kein Trost. Und doch ist die Unterscheidung wichtig für die Terrorprävention. Viel wird darüber geredet, man müsse die Lücken im Westbanksperrwall schließen und palästinensische Illegale jagen, die sich wöchentlich einschmuggeln, um einer Schwarzarbeit in Israel nachzugehen. Populär sind auch Kollektivstrafen gegen die Familien der Attentäter. Nur, Abschreckung und Abschottung allein tragen wenig zur Sicherheit bei. Die Lage im Westjordanland ist vor allem deshalb so verzweifelt, weil die Regierung Netanjahu keine politische Antwort auf die Palästina-Frage hat.

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