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Frankfurter Rundschau: Die Reform der Riester-Rente

Frankfurt (ots) - Jedes Jahr aufs Neue legt die Bundesregierung ein Märchenbuch vor. Der "Rentenversicherungsbericht" behauptet, dass den Deutschen keine Rentenlücke droht. Mit der Realität hat das wenig zu tun. Während das Rentenniveau aus demografischen Gründen sinkt, kann die Private-Säule Einbußen vielfach nicht ausgleichen. Es wird also Zeit für eine Revision der Riester-Reform. Die grüne Bundestagsfraktion hat dazu einen interessanten Vorschlag beschlossen: Um die Policen günstiger und transparenter zu machen, könnte den Arbeitnehmern ein kapitalgedecktes Basisprodukt unter staatlicher Regie angeboten werden. Durch höhere Zulagen und einen Verzicht auf Steuervorteile würde die Vorsorge zudem für Geringverdiener attraktiver. Viele Fragen sind noch zu klären - etwa, wie der Fonds vor dem drohenden Zugriff des Finanzministers geschützt werden kann. Aber die Grünen treiben eine notwendige Debatte voran. Die große Koalition hingegen kehrt die Probleme bei der Riester-Rente unter den Teppich.

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