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Frankfurter Rundschau: Ein paar Jets reichen nicht

Frankfurt (ots) - Die Attentate von Paris haben die Europäer aufgerüttelt. Vor allem der französische Premier Hollande arbeitet seither mit Hochdruck daran, das Bündnis im Kampf gegen den "Islamischen Staat" auf noch mehr Beine zu stellen. Die Bundesregierung sicherte dem Nachbarn zu, ihn nach Kräften zu unterstützen. So gesehen ist es nicht überraschend, dass Schwarz-Rot erst zusätzliche Soldaten nach Mali schickt und nun sich mit Aufklärungstornados am Kampf gegen den IS beteiligen will. All dem fehlt aber bisher eine überzeugende Strategie und ein klares Ziel. Mit Bomben alleine wird der IS nicht besiegt werden, wie das bisherige Vorgehen der US-geführten Koalition gegen die Terrorgruppe bereits gezeigt hat. Ein militärischer Feldzug gegen die Dschihadisten kann nur erfolgreich sein, wenn eine Lösung für den Syrien-Konflikt gefunden und der Irak dabei nicht vergessen wird. Dafür werden die Regionalmächte Iran, Saudi-Arabien und Türkei benötigt. Noch viel Arbeit für Hollande und seine Mitstreiter.

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