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Frankfurter Rundschau: Späte Einsicht

Frankfurt (ots) - Kanzlerin Angela Merkel plädiert jetzt dafür, den syrischen Machthaber Baschar al-Assad in Gespräche über eine politische Perspektive zur Beendigung des Krieges einzubeziehen. Ihr Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte das bereits angeregt. Man muss kein diplomatischer Einstein sein, um zu erkennen, dass ein Konflikt sich nur unter Einbeziehung aller an ihm Beteiligten lösen lässt - wenn man nicht die militärische Option wählt. Diese Erkenntnis ist im Westen aber leider erst in dem Maße gewachsen, wie der Einfluss der IS-Truppen in Syrien zugenommen und der militärische Erfolg der gemäßigten Assad-Opposition sich als Fiktion erwiesen hat. Nun zeigt sich, dass auch Russland nicht übergangen werden kann. Unter dem Strich erweist sich das Kapitel Syrien als eine Blamage für die westliche Strategie. Es ist tragisch, dass dieser Irrweg Zehntausende Syrer das Leben gekostet hat.

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