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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zur Flüchtlingspolitik

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau schreibt zur Flüchtlingspolitik:

Überlegungen des Bundesinnenministers, das Taschengeld zu kürzen und die Zahl der Abschiebungen zu erhöhen, sind evident sinnlos. Der größte Teil der Flüchtlinge wird ohnehin auf Dauer in Deutschland bleiben. Ihre schnelle Integration setzt voraus, dass sie möglichst rasch eine eigene Wohnung finden - das bedeutet generell eine Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus. Integration kann nur gelingen, wenn möglichst vielen das Erlernen der deutschen Sprache erleichtert wird. Anfang der 90er Jahre stimmten die Mehrheitsmeinung in der deutschen Bevölkerung und der Wille der großen Parteien überein - so wurde das Grundrecht auf Asyl zertrümmert. Inzwischen ist die Mehrheit der Deutschen bereit, den Flüchtlingen die Hand zu reichen. Das sollte die Koalition als wirksamsten Impuls ihrer Flüchtlingspolitik begreifen.

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