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Frankfurter Rundschau: In Gottes Ohr

Frankfurt (ots) - Der Mensch soll sich die Erde untertan machen? Ja, meint Papst Franziskus, aber doch nicht so. In seiner Umwelt-Enzyklika "Laudato si" findet er deutliche Worte. Raus aus den fossilen Energien, ein Ende des Ex-und-Hopp-Konsumismus, mehr Verantwortung der Reichen in den Industrieländern für die Armen, die die Folgen des Raubbaus - wie den Klimawandel - am stärksten spüren und sich kaum dagegen schützen können. Also endlich das richtige Wort zur richtigen Zeit, nämlich ein halbes Jahr vor dem entscheidenden Pariser Klimagipfel, der ein Kyoto-Nachfolgeprotokoll beschließen soll. Da Franziskus selbst keine Kohlekraftwerke abschalten kann, kommt es darauf an, wie seine Mahnung bei den Politikern und Konzernchefs wirkt. Wenn diese sich als Christen fühlen und nicht als Anhänger des ökonomischen "Nach-mir-die-Sintflut"-Kults, nützt sie vielleicht was. Man wird sie an ihren Taten messen können.

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