Frankfurter Rundschau

Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum "Unrechtsstaat" DDR

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert den Streit über die Bezeichnung "Unrechtsstaat" für die DDR:

Es ist ein politisch-historischer Humbug erster Güte, 40 Jahre Wirklichkeit in einen Begriff pressen zu wollen. Es ist Humbug, dass SPD und Grüne in Thüringen ihre Bereitschaft zur Koalition mit der Linken davon abhängig machen, dass diese das U-Wort ausspricht. Ebenso unsinnig ist es allerdings auch, dass die Linke sich nach anfänglichem Entgegenkommen darauf versteift, genau dies zu verweigern. Wäre die Linke souverän (und souveräner als rot-grüne Wortklauber), dann hätte sie nun aufgehört, sich auf die Ablehnung des U-Worts zu fixieren. Gregor Gysi tut genau das nicht. Es wirkt, als wäre es ihm lieber, das Erfurter Bündnis mit seiner knappen Mehrheit gar nicht zu versuchen. Mutig ist das nicht.

Pressekontakt:

Frankfurter Rundschau
Kira Frenk
Telefon: 069/2199-3386

Original-Content von: Frankfurter Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Frankfurter Rundschau

Das könnte Sie auch interessieren: