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Frankfurter Rundschau: Kommentar zur Ebola-Epidemie

Frankfurt (ots) - Es ist ein Skandal. In Westafrika tobt die schlimmste Ebola-Seuche, die die Welt jemals erlebt hat. Und was tut die internationale Gemeinschaft? Der Westen ist vor allem besorgt, dass das fiese Virus auf das eigene Staatsgebiet vordringen könnte. Doch mit der irrationalen Angst vor dem bedrohlichen "schwarzen" Kontinent und der Aktivierung sämtlicher Abwehrmechanismen wird die Lage der tatsächlich betroffenen Bevölkerung nur noch verschlimmert. Wenn sich ein ausländischer WHO-Mann in Sierra Leone infiziert, wird gleich das ganze Labor, in dem er tätig war, geschlossen. Lieber sollen noch ein paar hundert Westafrikaner sterben, als dass man das Leben eines weiteren ausländischen Experten, riskiert. Krasser kann man die egomanische Trennungslinie zwischen "denen" und "uns" kaum noch ziehen.

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