Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus"

Aktionsbündnis: Düsseldorfer Wildtierverbot für Zirkusse ist rechtlich fragwürdig und in der Sache unbegründet

Löwenmann King Tonga und sein Freund Martin Lacey jr. vom Circus Krone. Die moderne Dressur von Zirkustieren beruht auf einem engen wechselseitigen Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/103332 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung ...

Kirchheimbolanden (ots) - Das Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Circus" lehnt die Entscheidung der Stadt Düsseldorf für ein Verbot von Wildtieren bei Zirkusgastspielen entschieden ab. Kommunen stehen aktuell unter dem massiven Druck von Tierrechtsorganisationen wie z.B. PETA, deren Kampagnen und Argumente einer kritischen Prüfung nicht standhalten. Bundesweite Verbotsvorhaben sind im Bundestag bereits mehrfach mit breiter Mehrheit abgelehnt worden. Nun versucht man, einzelne kommunale Verbote auf fragwürdiger Rechtsgrundlage durchzusetzen. Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung in Düsseldorf zu sehen.

Die Haltung und Zurschaustellung von Tieren im Zirkus ist auf Bundesebene klar geregelt. Kommunale Wildtierverbote stehen zu den Gesetzen des Bundes im Widerspruch. Im Jahre 2008 hat z.B. das Verwaltungsgericht in Chemnitz entschieden, dass lokale Wildtierverbote gegen die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Berufsausübung verstoßen. Die Stadt Chemnitz hat daraufhin ein bereits erlassenes Wildtierverbot wieder zurücknehmen müssen, in Erding befindet sich ein ähnliches Vorhaben im Berufungsverfahren. Es gibt in Deutschland kein einziges kommunales Wildtierverbot, das rechtlich abgesichert ist.

In der Sache ist ein solches Verbot auch vollkommen unbegründet. Deutschland ist Vorreiter in Sachen Tierschutz im Zirkus. Schon 1990 ließ das zuständige Bundesministerium durch ein Expertengremium Leitlinien zur Zirkustierhaltung erarbeiten, die immer wieder an den veränderten Kenntnisstand angepasst werden. Als weiteres Überwachungsinstrument wird das mittlerweile eingeführte Zirkuszentralregister angewandt. Hinzu kommt, dass jeder Tierlehrer einen Eignungsnachweis im Sinne von §11 des Tierschutzgesetzes vorweisen muss und die Tierhaltung bei jedem Gastspiel aufs Neue kontrolliert wird. Keine andere Tierhaltung wird in Deutschland so regelmäßig durch die Veterinärämter überprüft wie die im Zirkus. Für die Identifikation und Bekämpfung etwaiger Missstände bietet die bestehende Rechtslage demnach ausreichende Möglichkeiten.

Die moderne Dressur von Zirkustieren beruht auf einem engen wechselseitigen Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier, wovon man sich als Zirkusbesucher jederzeit überzeugen kann. In öffentlichen kommentierten Proben zeigt z.B. der Circus Krone der Öffentlichkeit, dass der Lernprozess in der Manege für die Tiere nicht etwa Qual, sondern vielmehr vielfältige Beschäftigung und Förderung ihrer natürlichen geistigen und körperlichen Fähigkeiten bedeutet.

Auch den oft kritisierten Transport von Stadt zu Stadt nehmen Zirkustiere ohne jedes Anzeichen von Unbehagen auf, wie eine vor wenigen Jahren durchgeführte Studie des renommierten Freiburger Verhaltensforschers Dr. Immanuel Birmelin bestätigt.

Moderne Zirkustierhaltung steht derjenigen in Zoos in nichts nach. Das Verbot der Haltung von Wildtieren in Düsseldorf entbehrt somit einer sachlichen Begründung. Das Aktionsbündnis "Tiere gehören zum Zirkus" wird sich deshalb weiterhin gegen das schleichende Berufsverbot in Form kommunaler Wildtierverbote einsetzen.

Der Text wurde von Daniel Burow geschrieben.

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