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"Resonanz auf neue Elektromobilitätslösung für Omnibusse ist großartig"
Ziehl-Abegg stellt auf IAA getriebelosen Radnabenantrieb für Omnibusse vor

"Resonanz auf neue Elektromobilitätslösung für Omnibusse ist großartig" / Ziehl-Abegg stellt auf IAA getriebelosen Radnabenantrieb für Omnibusse vor
Ein Omnibus mit einem neuartigen Elektroantrieb von Ziehl-Abegg fährt mit der Hälfte der Energie eines Dieselfahrzeugs und erspart den Menschen 90 Prozent des Verkehrslärms.

Künzelsau (ots) - "Ich bin mir sicher, dass uns diese Messe der Serienproduktion ein großes Stück näher gebracht hat", sagt Ralf Arnold. Der Antriebsexperte von Ziehl-Abegg erklärt auf der "IAA Nutzfahrzeuge" in Hannover den Messebesuchern im fahrenden Omnibus den neuartigen Elektroantrieb der Künzelsauer. "Ein Mikrophon im Omnibus bei den Erklärungen ist nicht nötig", schmunzelt Arnold. Denn ohne Dieselmotor ist im Innern des Fahrzeugs nur das Rollen der Gummireifen zu hören.

"Das ist natürlich ein völlig neuartiges Fahrgefühl, das überzeugt - wir ersparen den Menschen 90 Prozent des Verkehrslärms", unterstreicht der Ingenieur. Dazu kommt, dass der Elektrobus nur die Hälfte der Energie eines Dieselfahrzeugs benötigt. Da die Lösung des Motorenbauers Ziehl-Abegg selbst im Vergleich zu anderen Elektrofahrzeugen deutlich weniger Energie verbraucht, hat die Branche den Messestand und den Elektrobus mit großem Interesse beachtet. Erreicht wird die hohe Effizienz, weil keine Energiefresser wie Schalt-, Differential- oder einfache Übersetzungsgetriebe nötig sind.

"Ziehl-Abegg bringt im Elektrobus die Erfindung des Firmengründers Emil Ziehl - den Außenläufermotor - als ideale Mobilitätslösung für Nutzfahrzeuge auf die Straße", so Ralf Arnold. Das süddeutsche Unternehmen stellt auf der IAA den getriebelosen Radnabenantrieb für Nutzfahrzeuge vor, der direkt in der Mitte des Rades sitzt. Unter dem Begriff "ZAwheel" wird diese Elektromobilitätslösung nun in den Markt eingeführt.

Ziehl-Abegg bringt mehr als 100 Jahre Erfahrung im Bau von Elektromotoren mit. Bisher sind diese Antriebe in Aufzugsmotoren, in Ventilatoren oder in Spezialfahrzeugen auf dem Meeresgrund zu finden. "Unser Ziel war es schon immer, den Energiebedarf zu senken, die Betriebsgeräusche zu minimieren und hochwertige Motoren zu bauen, die lange und zuverlässig ihren Dienst verrichten", sagt Arnold. Daher wurde der getriebelose Radnabenantrieb auch ausgiebig zusammen mit Partnern getestet und jahrelange im Linienverkehr in verschiedenen Ländern im Feldversuch geprüft, bevor jetzt der Markteintritt gewählt worden sei. Derzeit fahren Linienbusse in den Niederlanden, in Schweden und in Korea.

Somit basieren die Angaben zu Verbrauch und Wirkungsgrad auf nachgewiesenen Messungen. Dass beim Bremsen die Energie nicht verloren geht, sondern wieder in die Akkus gespeist wird, versteht sich von selbst. "Gerade bei Nutzfahrzeugen wie Omnibussen, die oft anfahren und bremsen, kommt die Effizienz durch die Energierückgewinnung besonders stark zum Tragen", unterstreicht Arnold.

Das so genannte "ZAwheel" kann in neue oder gebrauchte Busse eingebaut werden. Dazu wird der komplette Antriebsstrang gegen die "ZAwheel"-Achseinheit getauscht und die notwendige Elektrifizierung vorgenommen.

Pressekontakt:

Rainer Grill, +49794016328, rainer.grill@ziehl-abegg.de 
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