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Schwäbische Zeitung: Parteifrieden auf Zeit - Kommentar zum Parteitag in Karlsruhe

Ravensburg (ots) - Der Parteitag in Karlsruhe beschert der Union den dringend erhofften adventlichen Parteifrieden: Am Sonntag einigt man sich auf eine "spürbare Reduzierung" der Flüchtlingszahlen. Am Montag lässt Angela Merkels fulminante Rede die parteiinternen Kritiker verstummen. Und am Dienstag bietet der zuletzt auf Krawall gebürstete CSU-Chef Horst Seehofer der Kanzlerin Zusammenarbeit in der Flüchtlingsfrage an.

Es sind solche Symbole des Schulterschlusses, die vor allem die wahlkämpfende CDU in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg dringend braucht. Karlsruhe hat diese Symbole geliefert.

Doch die Probleme bleiben. Ebenso wie der Riss zwischen Merkel und Seehofer. Der CSU-Chef ist in seiner Rede keinen Deut von den Begrenzungs- und Kontingent-Plänen der Bayern abgerückt. Und die Kanzlerin hat Seehofer einen herzlichen Empfang vorenthalten. Es bleibt beim Gruppenbild mit den Wahlkämpfern Reiner Haseloff, Julia Klöckner und Guido Wolf. Die Machtmission dieser drei kittet derzeit die Bundespartei zusammen. Ob der Kitt bis zum Wahltag am 13. März hält, ist offen.

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