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Schwäbische Zeitung: Ukraine braucht Hilfe und Druck

Ravensburg (ots) - Die Wunschliste von Arseni Jazenjuk auf dem Tisch von Angela Merkel ist lang. Die Ukraine erwartet von Deutschland nach dem kürzlich beschlossenen EU-Notkredit von 1,8 Milliarden Euro noch mehr Geld und Hilfe im Gasstreit mit Moskau. Deutsche Unternehmen sollen sich trotz der mauen wirtschaftlichen Perspektiven im Kriegsgebiet engagieren. Außerdem wünscht sich das Regierungsteam in Kiew eine konkrete "militärische Abschreckung" des Westens gegen die große Gefahr im Osten. Die Begründung: Die Ukraine schütze Europa vor einer Aggression der "Terroristen" mit Kommandozentrale im Kreml.

Letzteres scheint weit hergeholt. Doch der in größten Nöten steckende Nachbar der EU verdient jetzt in der Tat eine starke Unterstützung des Westens. Die Reformen in der Ukraine nehmen Fahrt auf, Präsident Poroschenko geht gegen Korruption vor. Weniger Erfolge gibt es dagegen bei der Einhaltung der in Minsk vereinbarten Waffenruhe. Hier muss der deutsche Druck auf die Ukraine - genau wie auf Russland - zunehmen.

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