Vechta (ots) - Es sind nur noch fünf Monate bis zur Wahl des US-Präsidenten. Und die Sache steht Spitz-auf-Knopf. Der einst komfortable Vorsprung des Amtsinhabers Barack Obama auf seinen Herausforderer Mitt Romney hat sich verflüchtigt. 45 Prozent der Befragten sprechen sich derzeit für den Amtsinhaber aus, 44 Prozent für Romney. Ein Prozent: Das ist nichts.
Dabei geht es am 6. November um sehr viel. Nämlich darum, ob das immer noch mächtigste Land des Planeten von einem klugen Mann oder von einer Figur ohne Sinn und Verstand, einem Präsidenten-Darsteller unterster Schublade, regiert wird. Mitt Romney ist kein Politiker, sondern eine gut aussehende Knallcharge. "Beruflich" hat er Firmen aufgekauft, zerschlagen, Arbeitsplätze vernichtet und Abermillionen damit verdient. Eine solche Figur wäre in Deutschland gottseidank undenkbar. Bei den amerikanischen "Republikanern" ist das normal. Diese "Partei" hat sich praktisch vom Staatswesen der USA abgekoppelt. Sie predigt einen grotesken religiösen Fundamentalismus und einen Raubtierkapitalismus Darwinschen Wassers. Wer nicht mitkommt, der verreckt, die Reichen sollen reicher werden, die Armen noch ärmer und jeder hat das Recht auf Waffenbesitz.
Barack Obama hat sich in den letzten vier Jahren in einem vollständig gespaltenen Land zwischen den Fronten nahezu aufgerieben. Von der ehemaligen Lichtgestalt ist nichts mehr übrig. Aber die USA und der Rest der Welt brauchen ihn mehr denn je.
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