Unternehmenserfolg durch Nachhaltigkeit
Meinungsbarometer Opinion
Leader: Nachhaltiges Wirtschaften ist Zukunftstrend
Düsseldorf (ots) - Nachhaltig ausgerichtete Unternehmen werden
langfristig einen größeren wirtschaftlichen Erfolg haben als
ausschließlich profitorientierte Firmen. Zu diesem Ergebnis kommen
knapp 90 Prozent der Befragten des aktuellen Kohtes
Klewes-Meinungsbarometer Opinion Leader. Dreiviertel der
Meinungsbildner beurteilen außerdem nachhaltiges Wirtschaften als
einen Zukunftstrend in der Unternehmensführung. Nachhaltiges
Wirtschaften fasst ökonomische sowie ökologische und soziale Faktoren
in einem Unternehmenskonzept zusammen. Für das Meinungsbarometer
Opinion Leader werden im Auftrag von Kohtes Klewes regelmäßig 250
hochrangige Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Medien
vom Bielefelder Forschungsinstitut Emnid befragt.
Knapp die Hälfte der Befragten hält Nachhaltigkeit aber auch für
einen "schwammigen Modebegriff". Dazu Gregor Schönborn, CEO (Chief
Executive Officer) von Kohtes Klewes: "Das passt nicht zusammen.
Einerseits scheint vielen die wirtschaftlich immense Bedeutung von
Nachhaltigkeitsstrategien bewusst zu sein. Auf der anderen Seite
wissen sie aber nicht genau, was sich hinter diesem Begriff verbirgt.
Hier sind die Unternehmen gefordert, nicht nur für sich zu
definieren, was Nachhaltigkeit bedeutet. Die deutsche Wirtschaft muss
auch für ein besseres Verständnis in der Öffentlichkeit aktiv
kommunizieren."
Offensiver mit Erfolgen umgehen
Nach Einschätzung von rund 80 Prozent der Befragten setzt sich die
deutsche Wirtschaft aktiv und erfolgreich für den Klimaschutz ein.
Knapp ein Viertel weist den deutschen Unternehmen im internationalen
Vergleich sogar eine Vorreiter-Rolle zu. Als "Bremser" in
Klimaschutzfragen werden die Unternehmen nahezu überhaupt nicht
wahrgenommen.
Über das Engagement der deutschen Wirtschaft für den Klimaschutz
werde aber zu wenig geredet. Dieser Meinung sind nahezu alle
befragten Entscheidungsträger (96 Prozent). Ihre Einschätzung: Die
Unternehmen sollten offensiver mit ihren Erfolgen im Klimaschutz
umgehen, eine klare Position beziehen und europaweite Regelungen
vorantreiben.
Dazu Gregor Schönborn, CEO von Kohtes Klewes: "Die Einschätzung
der Meinungsbildner zeigt die Aktualität des alten Sprichworts:
Klappern gehört zum Handwerk. Wer Gutes tut, sollte im Sinne des
Unternehmens auch darüber reden. Die Unternehmen in Deutschland haben
guten Grund, klar Position zu beziehen".
Nur 15 Prozent der Befragten meinen, dass die deutsche Wirtschaft
mit ihrem Engagement auf globale Lösungen warten sollte. Im
Gegenteil: Zwei Drittel fordern, dass die Unternehmen den Klimaschutz
im Alleingang vorantreiben sollten, wenn es zu keiner einheitlichen
Regelung innerhalb der EU kommt. Vor allem die befragten
Medienvertreter sind dieser Meinung (78 Prozent), etwas
zurückhaltender hier mit 56 Prozent die Wirtschaftsvertreter.
Wirtschaftliche Motive entscheidend
Unternehmen setzen sich vor allem für den Klimaschutz ein, weil
sie sich einen Imagegewinn versprechen. Diese Einschätzung teilen 90
Prozent der Befragten des aktuellen Meinungsbarometer Opinion Leader.
Nicht einig sind sich die Meinungsbildner darüber, ob auch
wirtschaftliche Effizienz oder der Wille zum Umweltschutz im
Vordergrund stehen. Dreiviertel der Politik- und der Medienvertreter
beurteilen die Effizienz als wichtiges Motiv. Dieser Meinung sind
lediglich etwas über die Hälfte der Befragten aus der Wirtschaft. Den
Willen, die Umwelt zu schützen, sehen nur 55 Prozent aller Befragten
hinter dem Engagement von Unternehmen für den Klimaschutz. Dabei
geben 60 Prozent der Wirtschaftsvertreter dieses Motiv an, während
nur 42 Prozent der Medienvertreter daran glauben.
Dazu Gregor Schönborn, Kohtes Klewes: "Dieses Ergebnis bestätigt
wieder einmal die einfache Formel, dass Imagegewinn für Unternehmen
das Resultat aus Engagement für den Umweltschutz und effizientem
Wirtschaften ist - und nicht umgekehrt."
Unternehmen können ihr Ansehen steigern
Die deutsche Wirtschaft kann von ihrem Engagement für den
Klimaschutz profitieren. Neun von zehn Befragten sind der
Überzeugung, dass dadurch das Ansehen des Unternehmens in der
Öffentlichkeit steigt. Gleichzeitig werde den Forderungen der
Verbraucher entsprochen (70 Prozent). Somit liegt die Bewertung
sogenannter weicher Faktoren deutlich vor der Einschätzung "harter"
betriebswirtschaftlicher Faktoren wie zum Beispiel
Effizienzsteigerungen in der Produktion (58 Prozent).
Ein Beispiel für öffentlichkeitswirksames Engagement von
Unternehmen für den Klimaschutz ist die von Kohtes Klewes beratene
Wirtschaftsinitiative e-mission 55. Dieser Zusammenschluss bekannter
internationaler Unternehmen wurde von e5, dem European Business
Council for Sustainable Energy Future, ins Leben gerufen. Ihr Ziel:
die Verhandlungspartner des UN-Klimaschutzgipfels am 16. - 27. Juli
in Bonn zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls auffordern. Mindestens 55
Unternehmen sollen für diesen Appell gewonnen werden.
Alle Ergebnisse und die grafische Aufbereitung des aktuellen
Meinungsbarometer Opinion Leader finden Sie im Internet unter:
www.agenturcafe.de/KohtesKlewes/d/meinungsbarometer15_1.htm
ots Originaltext: Kohtes Klewes
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de
Ansprechpartner:
Gregor Schönborn
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