Polizei Düren

POL-DN: Bericht eines Provida-Fahrers

Heimbach (ots) - Am vergangenen Samstag nutzten erneut viele Motorradfahrer das schöne Wetter zu einer Tour durch die Eifel. Neben dem Großteil an "vernünftigen Fahrern" gab es leider jedoch wieder einige Motorradpiloten, die den Bogen überspannten und selbst bei großzügiger Auslegung der Straßenverkehrsordnung ein Einschreiten der Polizei erforderlich machten.

In den Fokus des zivilen Video-Motorrades der Polizei gerieten an diesem Tag insgesamt acht Kradfahrer, welche die zulässige Höchstgeschwindigkeit erheblich überschritten oder in den Serpentinen so gefährlich überholt hatten, dass andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder zumindest behindert wurden. Gegen alle musste ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden; fünf von ihnen müssen sogar mit Fahrverboten von bis zu drei Monaten rechnen.

Ein 41-jähriger Suzuki-Fahrer aus den Niederlanden trieb es besonders schlimm, als er die L 249 von Heimbach aus in Richtung Abtei Mariawald befuhr. Nachdem er kurz zuvor im Heimbacher Kreisverkehr wegen eines eigenen Fahrfehlers gestürzt war, gab er jetzt seinem Frust offenbar freien Lauf und gab richtig Gas. Neben zwei gefährlichen Überholmanövern konnte die Videoanlage des Polizeimotorrades eine Spitzengeschwindigkeit von 141 km/h aufzeichnen, obwohl dort nur 50 km/h zulässig sind. Erst in Höhe des Klosters konnte dem Fahrer Einhalt geboten werden. Ihm wurde die Videoaufzeichnung vorgespielt. Nach Mitteilung der daraus resultierenden Konsequenzen wurde ihm schnell klar, wie gefährlich sein Fahrverhalten für ihn selbst und andere gewesen ist. Das zu erwartende Bußgeld in Höhe von 775 Euro konnte der Niederländer zunächst nicht bezahlen, weil er nur neun Euro Bargeld mitführte. Deshalb wurde ihm die Weiterfahrt bis zur Beibringung der Sicherheitsleistung untersagt und der Fahrzeugschlüssel sowie sein Führerschein sichergestellt. Drei Stunden später erschien seine aus den Niederlanden herbei gerufene Mutter in Heimbach und löste ihren Sohn mittels Bargeld aus. Aber auch danach durfte er mit seinem Motorrad nicht nach Hause fahren. Weil beide Reifen "blank" gefahren waren, wurde ihm die Weiterfahrt untersagt und er musste die Heimreise auf dem Soziusplatz seines Begleiters antreten.

Er selbst und seine Mutter bedankten sich anschließend noch beim einschreitenden Polizeibeamten und bezeichneten dessen Einschreiten als rechtzeitigen "Schuss vor den Bug".

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