BPOLI MD: Mehrere gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr in Sachsen-Anhalt

Stendal, Gardelegen, Weißandt-Gölzau (ots) - Gleich drei gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr wurden der Bundespolizeiinspektion Magdeburg am gestrigen Mittwoch, den 16.03. bekannt. Im ersten Fall legten unbekannte Täter zwischen 16:00 und 17:00 Uhr auf der Bahnstrecke Stendal - Wittenberg, Höhe Stendal-Schachtweg mehrere Gegenstände, wie Steine, Rundhölzer, Wäscheständer und große Plastikutensilien auf die Gleise. Der Unrat wurde durch zwei Züge überfahren, bevor Bundespolizisten ihn aus den Gleisen entfernten. Die Bahnstrecke war kurzzeitig gesperrt. Im zweiten Fall legten unbekannte Täter, vermutlich gegen 18:00 Uhr auf die Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin - Hannover in der Ortslage Solpke, Gardelegen Süd Schottersteine auf alle Richtungsgleise. Die Steine wurden durch zwei Intercity-Express und einen Güterzug überfahren. Aufgrund der möglichen Täterstellung und der Räumung der Gleise musste die Bahnstrecke für fast zwei Stunden gesperrt werden.

Im dritten Fall wurden durch unbekannte Täter mehrere Holzbalken- und Bretter auf die Bahngleise gelegt. Dieses geschah gegen 20:45 Uhr auf der Bahnstrecke Halle/ Saale Richtung Magdeburg in der Ortslage Weißandt-Gölzau (Landkreis Bitterfeld). Eine Regionalbahn überfuhr die Hindernisse, legte eine Zwangsbremsung ein und kam am nächsten Haltepunkt zum Stehen. Es wurden Beschädigungen des am Zug befindlichen Schienenräumers festgestellt. Die Regionalbahn war mit wenigen Fahrgästen besetzt. Der Zug konnte nach der Räumung der Gleise seine Fahrt fortsetzen. Die Bahnstrecke wurde von 20:45-22:00 Uhr gesperrt. Die entstanden Schäden werden derzeit noch überprüft. Deshalb können momentan noch keine Aussagen zu Schadenshöhen getroffen werden. Glücklicherweise wurden durch die Überfahrten und Zusammenstöße keine Personen außerhalb und innerhalb der Bahnen verletzt. Neben der Lebensgefahr, die ein Aufenthalt in den Gleisen in sich birgt, besteht in diesen Fällen auch die Gefahr von Verletzungen der Reisenden durch die Zwangsbremsungen der Züge. Die Bundespolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen wegen der Straftat eines Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und bittet um sachdienliche Hinweise zu den möglichen Tätern. Zeugen können sich unter der kostenfreien Hotline der Bundespolizei 0800 6 888 000 oder bei jeder Polizeidienststelle melden.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Magdeburg
Chris Kurpiers
Telefon: +49 (0) 391 56549-504
E-Mail: chris.kurpiers@polizei.bund.de
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