Bundespolizeiinspektion Erfurt

BPOLI EF: Taschendiebstahl im Erfurter Hauptbahnhof Bundespolizei informiert zu Taschen- und Gepäckdiebstahl

Thüringen (ots) - Am Samstag, den 6. Dezember, half ein Mann einem Rentnerpaar beim Einsteigen in einen IC am Erfurter Hauptbahnhof. Der Mann trug das Gepäck des Paares in den Zug, ohne darum gebeten worden zu sein. Erst später stellten die beiden fest, dass ihnen die Geldbörsen entwendet worden waren.

Erhöhter Reiseverkehr und Weihnachtsmärkte locken nicht nur Besucher an, sondern auch Taschendiebe. Diese nutzen das Gedränge in Bahnhöfen, Zügen oder inmitten des Budenzaubers, um reichlich Beute zu machen. Innerhalb weniger Sekunden sind der Geldbeutel, die Kreditkarten oder die Autoschlüssel verschwunden. Taschendiebe arbeiten meist in Gruppen: Einer lenkt das Opfer ab, ein weiterer stiehlt die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter, der dann damit in der Menge untertaucht. Besonders gut funktioniert dieser Trick in großen Menschenansammlungen.

So ist zu vermuten, dass auch das Rentnerpaar im Erfurter Hauptbahnhof Opfer eines organisierten Diebstahls geworden ist. Die Ermittler der Bundespolizei schließen nicht aus, dass der Mann durch seine vorgetäuschte Hilfsbereitschaft die späteren Geschädigten nur abgelenkt hat, während ein Komplize die Geldbörsen stahl. Aus diesem Grund rät die Bundespolizei im vorweihnachtlichen Reiseverkehr zu besonderer Vorsicht. Taschendiebe lassen sich manchmal schon am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. Sie beobachten ihr Opfer lange und genau, rempeln den Betroffenen an, verwickeln ihn mit fadenscheinigen Fragen in ein Gespräch, bieten übersteigerte Hilfsbereitschaft an oder beschmutzen beispielsweise die Kleidung des Opfers, um mit ihm in Kontakt zu kommen. Meist sind die Diebe professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind. Viele Taten bleiben ungeklärt, da die Opfer den Verlust häufig nicht gleich bemerken. Oftmals schafft gerade der allzu sorglose Umgang mit Geldbörsen und Handtaschen eine günstige Gelegenheit für die Täter. Die Bundespolizei ist regelmäßig mit Präventionsstreifen in den Zügen und Bahnhöfen unterwegs, um Reisende dahingehend zu sensibilisieren, auf ihre Sachen achtzugeben. Oftmals sind es Kleinigkeiten die verhindern, dass man selbst Opfer wird. So gilt:

Nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen!

Tragen Sie Geld und Zahlungskarten sowie Papiere immer in verschiedenen, verschlossenen Innentaschen der Kleidung, möglichst dicht am Körper!

Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche immer mit der Verschlussseite zum Körper!

Halten Sie Ihre mitgeführte Tasche stets geschlossen!

Lassen Sie Ihre Handtasche oder Jacke niemals unbeaufsichtigt!

Achten Sie bei einem Menschengedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen!

Weitere Hinweise und Tipps erhalten Sie bei den Beratungsstellen der Polizei und im Internet unter www.polizei-beratung.de.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Erfurt
Michael Oettel
Telefon: 0361 65983 - 521
E-Mail: michael.oettel@polizei.bund.de
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