Bundespolizeiinspektion Erfurt

BPOLI EF: Hinweise der Bundespolizei zu gefährlicher Abkürzung in Niedersachswerfen

Brücke bei Niedersachswerfen, die als Abkürzung genutzt wird. Foto: Bundespolizei

Niedersachswerfen (ots) - In Niedersachswerfen begeben sich Fußgänger wegen einer Abkürzung immer wieder in Gefahr.

Wer in Niedersachswerfen von der Wohnsiedlung am Teichweg in Richtung Kupferhammer möchte, muss weite Wege gehen, denn das kleine Flüsschen Bere versperrt den Weg. Deshalb nutzen immer wieder einige Unbedachte die Eisenbahnbrücke an der Bahnstrecke Nordhausen - Ellrich als Abkürzung. Selbst mit Fahrrädern oder Kinderwagen wird von der Abkürzung Gebrauch gemacht. Dies ist nicht nur verboten, sondern bringt auch große Gefahren mit sich. Gerade in dieser Jahreszeit, erschweren morgendliche Dunkelheit und Nebel das Erkennen von Personen im Gleisbereich deutlich. Die hier verkehrenden modernen und leisen Züge sind für den Fußgänger kaum rechtzeitig wahrzunehmen. Unterschätzt wird auch die Sogwirkung vorbeifahrender Züge. Auf dem Streckenabschnitt verkehren nicht nur Reisezüge der Harz -Weser - Bahn sondern auch Güterzüge die nicht in den öffentlichen Fahrplanaushängen aufgeführt sind.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein Betreten oder Überqueren von Bahnanlagen an nicht dafür vorgesehenen Stellen lebensgefährlich sein kann. Verstöße gegen das Betretungsverbot werden regelmäßig durch die Bundespolizei geahndet. Folgen können Verwarnungsgeld oder Bußgeldverfahren gemäß der Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung (EBO) bis hin zu Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gemäß § 315 StGB sein.

Aus diesem Grund gilt: Beim Aufenthalt auf der Strecke, auf Brücken oder in Tunneln besteht Lebensgefahr durch fahrende Züge. Immer wieder kommt es im Bereich der Gleis- und Bahnanlagen zu tragischen Unfällen, die vermeidbar sind. Die Gefahren, die beim Betreten von Gleisanlagen und Bahnübergängen bestehen, werden zumeist unterschätzt. Unfallursachen sind unter anderem unachtsames oder unsachgemäßes Verhalten auf Eisenbahnanlagen.

Gleise sind durch Unbefugte nicht zu betreten und dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen überquert werden! Dabei sind die Licht- und Schrankenanlagen entsprechend zu beachten. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst spät wahrgenommen werden. Bei einem Zug der mit einer Geschwindigkeit von 100km/h unterwegs ist, beträgt der Anhalteweg bis zu 1000 Metern. Neben weitergehenden Informationen bietet die Bundespolizei auch Unterrichtungen zum Thema "Bahnverkehrserziehung" an. Bei Interesse können sich Lehrkräfte und Erzieher an unsere kostenlose Hotline (0800 6 888 000) oder direkt an die Bundespolizei in Erfurt (0361 65983 541) wenden.

Der Pressemitteilung ist im OTS-System ein Bild beigefügt.

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Michael Oettel
Telefon: 0361 65983 - 521
E-Mail: michael.oettel@polizei.bund.de
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