Bundespolizeiinspektion Chemnitz

BPOLI C: Person im Gleis - Lokführer muss Gefahrenbremsung einleiten

Chemnitz/Freiberg (ots) - Am gestrigen Tag meldete sich ein Triebfahrzeugführer der Citybahn im Bundespolizeirevier im Chemnitzer Hauptbahnhof und teilte mit, dass er auf der Strecke von Chemnitz in Richtung Hainichen, in Höhe Frankenberg, eine Gefahrenbremsung einleiten musste, da sich eine Person mit zwei Hunden im Gleisbereich befunden habe.

Der Lokführer selbst stellte die Personalien der Person vor Ort fest und übergab diese zur weiteren Bearbeitung den Beamten des Reviers.

Bei der Gefahrenbremsung entstand kein Personen- und Sachschaden.

Durch die eingeleitet Gefahrenbremsung, besteht hier der Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang nachdrücklich vor lebensgefährlichen Gleisüberschreitungen. Das Betreten von Gleisanlagen ist nicht nur lebensgefährlich sondern auch verboten. Insbesondere Erwachsene sollten grundsätzlich Ihrer Vorbildfunktion gegenüber Kindern gerecht werden. Ein herannahender Zug wird je nach Witterung nicht bemerkt und bei einer Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern beträgt der Bremsweg eines Zuges bis zu 1.000 Metern. Bei einer Notbremsung können außerdem Fahrgäste verletzt werden. Eine unerlaubte Gleisüberschreitung - ohne eine konkrete Gefährdung eines Zuges - stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld in Höhe von 25,- Euro geahndet werden. Muss ein Lokführer eine Notbremsung einleiten, hat dies strafrechtlich Konsequenzen, da dann ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorliegt.

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