BPOLI C: Fahrgemeinschaft zum Zweck der Einschleusung

Reitzenhain (ots) - Beamte der Bundespolizeiinspektion Chemnitz kontrollierten am Samstag gegen 14:15 Uhr in der Ortslage Reitzenhain einen aus Richtung Tschechien kommenden PKW Opel Astra. Neben dem 61-jährigen deutschen Fahrer wurden im Fahrzeug zwei weitere Personen festgestellt, welche keine aufenthaltslegimentierenden Dokumente für die Bundesrepublik Deutschland vorweisen konnten. Dabei handelte es sich um eine 29-jährigen Iraner und einen 32-jährigen Pakistaner.

Der Fahrer gab an, in Tschechien Ski fahren gewesen zu sein und über eine Mitfahrzentrale in Kontakt zu den beiden Mitfahrern gekommen zu sein. Daraufhin hätte er die beiden mitgenommen.

Auf Grund des Verdachtes der Einschleusung von Ausländern wurden alle Personen zum Revier Schmalzgrube zur weiteren Bearbeitung verbracht.

Bei der Überprüfung der Personalien des Iraner und des Pakistani wurde festgestellt, dass gegen den Iraner mehrere aktuelle Fahndungsausschreibungen vorliegen, unter anderem ein Haftbefehl wegen Diebstahlshandlungen. Der Iraner wurde vorläufig festgenommen und dem zuständigen Haftrichter vorgeführt.

Die Bundespolizei möchte in dieser Gelegenheit noch einen Hinweis geben.

Immer wieder werden im Grenzgebiet neben Beförderungsunternehmern auch Privatpersonen unmittelbar angesprochen, die um die Mitnahme von ausländischen Personen gebeten werden. Häufig handelt es sich bei den mitzunehmenden Passagieren um Drittstaatsangehörige.

Neben dieser persönlichen Kontaktaufnahme werden aber auch entsprechende Online-Portale vermehrt für entsprechende Kontakte genutzt. Vor diesen Hintergründen missbrauchen Schleuser Mitfahrzentralen für ihre Zwecke oder sie nutzen die Unwissenheit vieler Bürgerinnen und Bürger aus.

An dieser Stelle ist jedoch Vorsicht geboten!

Wer Fremde mitnimmt, sollte schließlich grundsätzlich vorsichtig sein! Ein unbedarfter Autofahrer, der eine geschleuste oder unerlaubt eingereiste Person mitnimmt, gerät schnell in den Verdacht einer strafbaren Handlung. Festnahmen, Vernehmungen und Ermittlungsverfahren können die unangenehme Folge sein.

Neben der Gefahr sich als Schleuser starfbar zu machen, sollte man ebenfalls immer vorsichtig sein, um nicht selbst Opfer einer Straftat zu werden.

Um einer Selbstgefährdung zu entgehen, sollten Kraftfahrer, die grenzüberschreitend oder im Grenzgebiet unterwegs sind, sich ihre Mitfahrer bzw. Kontaktpersonen vor Fahrtantritt genau ansehen. Sofern der Verdacht besteht, dass es sich um eine geplante Schleusung oder die Fortsetzung einer unerlaubten Einreise handeln könnte, sollte darauf bestanden werden, sich von potenziellen Mitfahrern den Ausweis zeigen zu lassen. Im Zweifelsfall steht auch hier die Bundespolizei als Ansprechpartner zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Chemnitz
Telefon: 0371 4615 105
E-Mail: bpoli.chemnitz.presse@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de

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