Bundespolizeiinspektion Dresden

BPOLI DD: Diebesduo gestellt - Haftbefehl vollstreckt - Anästhetikum (Narkosemittel) eingezogen

Dresden (ots) - Am Freitagabend, 08.07.2016, kurz nach 23:00 Uhr kontrollierten Beamte der Bundespolizei zwei männliche Personen im Hauptbahnhof Dresden. Dass die beiden Leipziger (34, 39) die Streife bis zum nächsten Morgen beschäftigen würden, konnten die Beamten zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Bei der Kontrolle wurde zunächst festgestellt, dass der 39-Jährige durch die Staatsanwaltschaft Chemnitz per Haftbefehl gesucht wurde. Zu vollstrecken waren 110 Tage Ersatzfreiheitsstrafe oder die Zahlung von knapp 1.300,- EUR. Anlass waren mehrere Fälle von Leistungserschleichungen und diverse Fahrkartenbetrugsdelikte. Der Mann wurde verhaftet und zur Wache im Hauptbahnhof verbracht.

Parallel wurde bei einer Nachschau im mitgeführten Rucksack des 34-Jährigen, ein Tablet-PC mit originaler Diebstahlsicherung aufgefunden. Dieses befand sich in einer mit Alufolie und Paketband präparierten Tasche. Da hier der Verdacht des Diebstahls bestand, wurde auch diese Person mit in die Wache im Hauptbahnhof genommen.

Beide Personen wurden nun gründlich durchsucht. Fest- und sichergestellt wurden zwei Flaschen Champagner im Gesamtwert von knapp 100,- EUR, fünf Prepaidkarten zu je 19,99 EUR und diverse Ausweisdokumente anderer Personen, die als gestohlen gemeldet waren. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls, Unterschlagung und besonders schweren Diebstahls eingeleitet.

Weiterhin führte der 34-jährige Leipziger Spritzbesteck zum Heroinkonsum mit sich. Bei seinem 39-jährigen Begleiter wurde eine blassweiße flüssige Substanz aufgefunden. Nach Prüfung wurde festgestellt, dass es sich dabei um Propofol, ein starkes Narkosemittel handelt. Dieses wird grundsätzlich nur bei Operationen in Krankenhäusern zur Einleitung der Narkose eingesetzt. Wie der Leipziger in den Besitz dieses starken und nicht privat erhältlichen Anästhetikums kam, ist Gegenstand der Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.

Im Laufe der polizeilichen Bearbeitung traten bei dem 39-jährigen Verhafteten immer mehr schwere Entzugserscheinungen auf. Durch den alarmierten Notarzt wurde bestimmt, dass der Verhaftete nur dem Haftkrankenhaus Leipzig zugeführt werden könnte. Der Mann wurde, aufgrund stärker werdender Apathie und auftretenden Tremors, unter ständiger Beobachtung gehalten und um 03:45 Uhr durch Bundespolizisten in das Haftkrankenhaus Leipzig verbracht. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, kehrten die Beamten nach Dresden zurück und konnten ihren Dienst gegen 06:30 Uhr beenden.

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