Bundespolizeiinspektion Dresden

BPOLI DD: Hohe Temperaturen - Hohes Aggressionspotential!

Dresden (ots) - Am vergangenen Wochenende waren die Beamten der Bundespolizei an den Bahnhöfen im Dresdner Stadtgebiet und Umland, trotz oder gerade wegen der hohen Temperaturen mit einer Vielzahl unterschiedlichster Einsätze konfrontiert. Ein kleiner Auszug der letzten 72 Stunden:

Im Laufe des Wochenendes wurden zum einen 15 afghanische Staatsangehörige im Einreisezug 174 aus Tschechien kommend festgestellt. Zum anderen wurden 8 russische Staatsbürger tschetschenischer Volkszugehörigkeit, im Stadtgebiet Dresdens, nach einem telefonischen Hinweis, überprüft. Die Personen verfügten nicht über die erforderlichen Aufenthaltsdokumente für die Bundesrepublik Deutschland. Im Fall der russischen Staatsangehörigen wird weiterhin wegen des Verdachtes des Einschleusens von Ausländern aus der Republik Polen nach Deutschland ermittelt. Alle Personen brachten ein Asylbegehren vor und wurden nach erfolgter strafprozessualer und aufenthaltsrechtlicher Bearbeitung zur Zentralen Ausländerbehörde in Chemnitz weitergeleitet.

Weiterhin wurden drei deutsche Staatsangehörige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen (§ 86a StGB) durch die Bundespolizei beanzeigt.

Der erste Fall ereignete sich am späten Freitagabend. Ein Zeuge informierte die Beamten, dass aus einer Personengruppe heraus rechte Parolen gerufen wurden. Bei der Befragung der Personen räumte ein 60-Jähriger ein, "Heil Hitler!" gerufen zu haben.

Am Sonntagvormittag wurde ein 42-Jähriger festgestellt auf dessen Händen SS-Runen, Hakenkreuze und das Wort "NSDAP" eintätowiert waren. Der Mann war zuvor bereits zweimal aufgefallen, da sich gleichartige Tätowierungen auch auf seinen öffentlich gezeigten Armen befanden. Trotz der Temperaturen blieb dem Mann nur, seine Jacke anzuziehen und so die strafbaren Tattoos abzudecken.

Ein 39-Jähriger machte Sonntagnacht am Hauptbahnhof keinen Hehl aus seiner Gesinnung. Er hob den rechten Arm und brüllte "Heil Hitler!". Bei der anschließenden Kontrolle der Bundespolizisten griff er diese körperlich an. Nun wird gegen den Dresdner noch zusätzlich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Erheblichen Widerstand leistete am Sonntagvormittag ebenfalls ein 36-jähriger Deutscher. Dieser wurde am Bahnhof Dresden-Neustadt dabei beobachtet wie er, gemeinsam mit einem 26-Jährigen, Betäubungsmittel konsumierte. Der darauffolgenden Kontrolle versuchte er sich durch Flucht zu entziehen. Dies gelang ihm nicht, allerdings wehrte er sich so vehement gegen die Maßnahme, dass die Beamten Pfefferspray einsetzen mussten. Dabei wurde eine Bundespolizistin leicht verletzt. Bei dem Betroffenen wurden verschiedene Betäubungsmittel, unter anderem Crystal und Cannabis, festgestellt. Die zweite männliche Person nutzte die Situation ebenfalls aus und flüchtete. Allerdings vergaß er seinen Personalausweis. Diesen hatte er vorher den Polizisten ausgehändigt. Polizeiliche Fahndnungsmaßnahmen nach dem Flüchtigen laufen.

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