Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf

BPOLI LUD: Mit erschlichenen Visa eingereist

Görlitz (ots) - Kurz nach Mitternacht stellte die Bundespolizei in der Nähe der Autobahn bei Kodersdorf eine russische Familie fest, deren Visa offensichtlich erschlichen waren.

Mutter (31), Vater (39) und die gemeinsamen drei Kinder hatten in einem polnischen Taxi Platz genommen, mit dem sie sich nach Deutschland bringen ließen. Das Fahrzeug, ein Dacia mit polnischen Kennzeichentafeln, war bei Ludwigsdorf aufgefallen und wurde bis zum späteren Feststellungsort von einem Streifenwagen begleitet.

Der Taxifahrer, ein 23-jähriger polnischer Staatsangehöriger aus Wroclaw (Breslau), erklärte glaubhaft, dass er die Personen als seine Fahrgäste offiziell mitgenommen habe. Als Reiseziel war ihm wohl Wuppertal genannt worden.

Ihn trifft schließlich kein Vorwurf, denn seine Passagiere waren zum Zeitpunkt der Mitnahme im Besitz eigentlich gültiger lettischer Visa. Erst später fand die Bundespolizei heraus, dass jedes einzelne Visum beantragt worden war, um sich in der Bundesrepublik dauerhaft aufzuhalten. Dieses Motiv wurde unterstrichen, als die russische Frau sowie deren Mann um Asyl nachsuchten.

Schließlich wurden die Visa annulliert, der Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz angezeigt (Gebrauch eines rechtswidrig erlangten Aufenthaltstitels).

Eine üblicherweise vorgesehene Zurückschiebung in die Republik Polen fand nicht statt, da zunächst das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die gestellten Asylanträge zu prüfen hat.

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