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POL-BN: Bad Honnef: Kein Mädchen in den Rhein gesprungen / Anruferin hat Geschehen erfunden / 20-Jährige erwartet Strafverfahren und erhebliche Kosten

Bonn (ots) - Der Missbrauch des Notrufs hat für eine 20-Jährige Folgen. Neben einem Strafverfahren kommen auf sie möglicherweise auch die Kosten für einen größeren Rettungseinsatz zu. Die junge Frau hatte am Montag, 17.11.2014, über den Polizeinotruf mitgeteilt, dass ein Mädchen von einer Brücke in den Rheinarm bei der Insel Grafenwerth gesprungen sei. Daraufhin wurden mehrstündige Suchmaßnahmen durch die Feuerwehr, das DRK, die DLRG, das THW, die Wasserschutzpolizei und die Polizei Bonn eingeleitet. Auch Taucher kamen zum Einsatz. Um 15.30 Uhr wurde die Suche eingestellt. (siehe unsere Pressemeldung vom 17.11.2014).

Im Zuge der zeitgleich eingeleiteten kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben sich im Laufe des Nachmittags Zweifel an den Schilderungen der 20-Jährigen, die ihre Angaben bei der Polizei auch schriftlich zu Protokoll gegeben hatte. Im Rahmen ihrer Vernehmung gab sie zu, dass sie sich das Geschehen ausgedacht habe. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen. Wer einen Notruf missbraucht oder vortäuscht, dass wegen eines Unglücksfalles, gemeiner Gefahr oder Not die Hilfe anderer erforderlich sei, der wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft. Weiterhin können die Kosten für eventuelle Einsätze in Rechnung gestellt werden.

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