Polizei Bonn

POL-BN: "Mobile Täter im Visier!" - Bonner Polizei beteiligte sich an internationalem Schwerpunkteinsatz und nahm zwölf Personen vorläufig fest - Polizeibeamte kontrollierten 178 Personen und 45 Fahrzeuge

"Mobile Tätzer im Visier"

Bonn (ots) - "Mobile Täter im Visier" hatte die Bonner Polizei bei einem mehrstündigen Einsatz am Donnerstag. Mit rund einhundert Beamtinnen und Beamten der beiden Polizeiinspektionen, des Verkehrsdienstes und der Einsatzhundertschaft sowie Zivilfahndern der Kriminalpolizei beteiligte sich die Bonner Behörde an einem internationalen Schwerpunkteinsatz zur Bekämpfung überregionaler Tätergruppen. Dabei lag die Gesamteinsatzleitung im Kölner Regierungsbezirk beim Polizeipräsidium Köln. (zum Gesamteinsatz siehe Pressemeldungen der Polizei Köln vom 06.11. und 07.11.2014)

Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs war die Hauptzielrichtung der groß angelegten Einsatzmaßnahmen der Bonner Polizei: "Uniformierte und zivile Streifen waren vom Vormittag bis in die Abendstunden in den aktuell besonders belasteten Wohngebieten in Bornheim und dem Bonner Norden unterwegs. Unser Augenmerk lag auch auf der Überprüfung verdächtiger Fahrzeuge auf den Hauptzufahrtstraßen, die zu den tatrelevanten Zeiten in die Wohnsiedlungen hineinfahren. Auch an den Bahnhaltestellen der Ortschaften haben wir Kontrollen durchgeführt, denn unsere Erfahrungen zeigen, dass Einbrecher auch öffentliche Verkehrsmittel nutzen, um sich den Tatorten zu nähern", erläuterte Kriminalrat Dirk Schuster, Leiter der Kriminalinspektion 3 der Bonner Polizei, der die Einsatzmaßnahmen im Bereich des Polizeipräsidiums Bonn leitete.

Auch nach Taschendieben warf die Polizei ihre Netze aus: Zivilfahnder und uniformierte Streifen positionierten sich in der Innenstadt genau dort, wo sich die Diebe günstige Tatgelegenheiten suchen: in den Einkaufsstraßen, an Bahnhöfen und Haltestellen sowie in Bussen und Bahnen.

Insgesamt kontrollierte die Bonner Polizei im Rahmen des Großeinsatzes 178 Personen und 45 Fahrzeuge und nahm dabei zwölf verdächtige Personen vorläufig fest.

Eine Zivilstreife nahm in der Innenstadt drei Frauen vorläufig fest, die sich an einer Bushaltestelle in verdächtiger Weise der Handtasche einer Seniorin genähert haben sollen. Zwei der Frauen konnte sich zunächst nicht zweifelsfrei ausweisen. Nach erfolgter Sachverhaltsabklärung und Personalienfeststellung wurden die Frauen wieder entlassen, ein Tatverdacht erhärtete sich nicht.

Ebenfalls in der Innenstadt fassten Zivilfahnder zwei Frauen im Alter von 14 und 24 Jahren, denen vorgeworfen wird, sich wahrheitswidrig als Mitarbeiterinnen einer Hilfsorganisation ausgegeben und um Spenden gebeten zu haben. Gegen beide wurde eine Strafanzeige wegen Verdacht des Betruges vorgelegt. Die Frauen wurden nach Abschluss der ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen entlassen.

Mit gleich zwei Haftbefehlen wurde ein 25-Jähriger gesucht, den Beamte der Einsatzhundertschaft am Abend in der Poststraße antrafen. Wegen Handels mit Betäubungsmitteln hat der Mann noch eine Freiheitsstrafe in Höhe von rund zweieinhalb Jahren zu verbüßen. Er leistete bei seiner Festnahme bis zur Einlieferung in eine Justizvollzugsanstalt vehement Widerstand. Die einschreitenden Beamten mussten Pfefferspray einsetzen und dem aggressiven 25-Jährigen für den Transport Handfesseln anlegen. Drei Polizeibeamte wurden bei den Maßnahmen leicht verletzt.

Wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes wurden an einer Kontrollstelle in Bornheim-Hersel ein 33-Jähriger sowie bei Überprüfungsmaßnahmen in der Bonner Innenstadt zwei 23 und 26 Jahre alte Männer vorläufig festgenommen. Hierzu dauern die Ermittlungen unter Einbeziehung des Ausländeramtes noch an.

Einen Mann und zwei Frauen im Alter von 21 bis 26 Jahren nahmen Polizeibeamte im Bereich der Gangolfstraße fest. Die drei Personen waren schon mehrfach wegen Eigentumsdelikten aufgefallen. Sie trugen mehrere Plastiktüten mit zahlreichen Artikeln, die aus einem Bonner Geschäft stammten. Die weiteren Überprüfungen erhärteten den Verdacht, dass es sich dabei um Diebesgut handelte. Das mutmaßliche Stehlgut wurde durch die Polizei sichergestellt. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die drei Festgenommenen noch am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie erwartet nun ein Strafverfahren.

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