Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

BDK: Polizisten sind auch in Bayern nicht zu klonen!

München (ots) - Leider, sagt Hans Wengenmeir, Bayerischer Landesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter und kommentiert so, die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, erneut zusätzliche Stellen für die Polizei im Haushalt einzustellen.

Bereits Anfang des Jahres hatte Innenminister Herrmann zusätzlich 100 Stellen angekündigt und nun 300, davon 150 zusätzliche für die Schleierfahndung. IM Herrmann spricht von erfahrenen Polizisten, d.h. dass diese nur aus vorhandenen Beständen kommen können. Nachersatz an Köpfen in den Basisdienststellen ist aber nicht einmal mittelfristig in Sicht, so Wengenmeir.

Grund dafür sind die bis zu letzten Platz ausgereizten Ausbildungskapazitäten bei der Bereitschaftspolizei, die derzeit gerade mal so viele neue Polizisten ausbilden kann, wie Pensionsabgänger zu verzeichnen sind. In der Fortbildung ist ein ähnliches Bild festzustellen. Mangels Spezialisten und Kapazitäten in der Fortbildung konnten die letzten Jahre in verschiedenen Bereichen gerade einmal 60 % des Bedarfes an Lehrgängen durchgeführt werden.

Die politische Entscheidung, die Polizei in Bayern weiter zu stärken, ist beispielhaft und findet hoffentlich auch schnell Nachahmer in anderen Bundesländern, meint Wengenmeir ergänzend, wie aber soll der politische Wille schnell umgesetzt werden? Die aktuelle Terrorgefährdung und auch die Flüchtlingsströme binden im Moment eine Vielzahl von Kräften, wie zum Beispiel bei der neuen Koordinierungsstelle mit Österreich, an den Orten der Erstaufnahmestellen usw. usw.

Zusätzliche Ausbildungsplätze erfordern zusätzliches Ausbildungspersonal, das auch nur aus dem vorhandenen Personalkörper der Polizei kommen könnte.

Der Landeschef der Kriminalisten fordert deshalb kreative Lösungen, wie z.B. den Direkteinstieg bei der Kriminalpolizei. So könnte zumindest ein Teil des Bedarfes an Nachwuchs bei der Kriminalpolizei mittelfristig abgefangen werden. Hier sind ausnahmsweise andere Bundesländer schon weiter als wir in Bayern, so Wengenmeir.

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