Bundespolizeiinspektion Pasewalk

BPOL-PW: Erfolgreicher Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität im Bereich der BAB 11

BPOL-PW: Erfolgreicher Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität im Bereich der BAB 11
Nahaufnahme des sichergestellten Buntmetalls

Pasewalk/ Pomellen/ Sommersdorf (ots) - Im Rahmen von Schwerpunkteinsatzmaßnahmen haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Pasewalk im Zusammenwirken mit der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt und der Gemeinsamen Diensteinheit Vorpommern-Greifswald (Kooperation der Bundespolizeiinspektion Pasewalk, der Polizeiinspektion Anklam sowie des Hauptzollamtes Stralsund) am Vormittag des 17. Februar 2016 einen polnischen Transporter auf der BAB 11 kontrolliert. Im Fahrzeug befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei männliche Personen. Der polnische Fahrer legte zur Kontrolle zwei nicht auf seine Person ausgestellte polnische Personalausweise (ID-Karten) sowie einen polnischen Militärausweis vor. Bei der Inaugenscheinnahme des Militärausweises stellten die Beamten fest, dass dieser verfälscht war. Zudem konnte der Fahrer keinen Führerschein vorlegen. Dieser war ihm im Mai 2015 durch ein polnisches Gericht für vier Jahre entzogen worden. Im Weiteren lagen gegen den 44-Jährigen zwei aktuelle Untersuchungshaftbefehle des Amtsgerichtes Hamburg vom 02. Februar 2016 wegen zuvor begangener gewerbsmäßig- und gemeinschaftlich begangener Diebstahlsdelikte vor.

Im Fahrzeuginnenraum des VW T4 stellten die Einsatzkräfte diverse Baumaschinen, Werkzeuge und einen Generator fest. Im Ergebnis der unmittelbar eingeleiteten Ermittlungen konnte der Generator im Wert von ca. 5.000 Euro einem Diebstahl in Hamburg zugeordnet werden. Der Generator sowie die anderen Gegenstände wurden sichergestellt.

Der polnische Fahrer wurde auf Grundlage der vorliegenden Untersuchungshaftbefehle vor Ort verhaftet und muss sich nun weiter wegen des Verdachts der Hehlerei, der Urkundenfälschung, der mittelbaren Falschbeurkundung sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafrechtlich verantworten.

Der 30-jährige polnische Beifahrer wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wurde ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei eingeleitet.

Heute morgen (18. Februar 2016) konnten die Einsatzkräfte dann innerhalb von nur zwei Stunden gleich in drei Fällen die Verbringung von Diebesgut ins polnische Ausland verhindern.

Den Anfang machte ein polnischer PKW Ford Mondeo, der nach dem Verlassen der BAB 11 über die Anschlussstelle Schmölln in der Ortslage Sommersdorf einer Kontrolle unterzogen werden sollte. Beim Erkennen der Einsatzkräfte versuchte sich der Fahrer der Kontrolle durch Flucht in Richtung Penkun zu entziehen. Auf Grund der Witterungsverhältnisse und der hohen Geschwindigkeit kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und kam dann auf der Fahrbahn zum Stehen. Die drei 19-, 20- und 25-jährigen polnischen Fahrzeuginsassen, deren Kleidung stark verschmutzt war, blieben hierbei unverletzt. Im Fahrzeuginnenraum stellten die Beamten diverse Baumaschinen (Motorkettensägen, Bohrhammer, Schweißgeräte...) fest. Einen Eigentumsnachweis konnten die drei Männer, von denen einer bereits im Zusammenhang mit Eigentumsdelikte auffällig geworden war, nicht vorlegen. Die drei Männer wurden vorläufig festgenommen. Sie stehen im Straftatverdacht der Hehlerei.

50 Minuten später wurde ein weiteres polnisches Fahrzeug auf der BAB 11 kontrolliert. Im Fahrzeuginnenraum stellten die Beamten insgesamt 300 kg Telekommunikationskabel mit frischen Schnittspuren, einen zur Suche von Kabeln konzipierten Metalldetektor, drei Garnituren verschmutzter Kleidung und drei Paar verschmutzte Schuhe fest. Gegen die drei 23-, 30- und 35-jährigen polnischen Männer bestand hier der Verdacht des Bandendiebstahls und der Bandenhehlerei. Der 30-jährige Fahrer verfügte zudem nicht über die erforderliche Fahrerlaubnis. Das Buntmetall wurde sichergestellt, die drei Männer vorläufig festgenommen.

Buntmetall war es auch, was die Einsatzkräfte weitere 50 Minuten später auf der L 25 kurz vor der Ortschaft Sommersdorf im Kofferraum eines polnischen PKW Nissan Terrano feststellten. Neben den 400 kg Kupferkabel befand sich auch hier ein Metalldetektor im Kofferraum des Fahrzeuges. Glaubhafte Angaben zu Herkunft der Kabel konnten die drei 23-, 36- und 58-jährigen polnischen Staatsangehörigen nicht machen. Auch die diese drei Männer wurden vorläufig festgenommen und wegen des Verdachts des Bandendiebstahls und der Bandenhehlerei beanzeigt.

Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen des Buntmetalldiebstahls besteht, muss jetzt im Rahmen der weiteren Ermittlungen festgestellt werden. Diese werden durch die sachlich zuständige Landespolizeidienststelle geführt.

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