Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt

BPOLD-BBS: Bundespolizei stoppt Segelyacht vor Samos - drei Schleuser festgenommen

Samos/ Bad Bramstedt (ots) - Die Besatzung des Kontroll- und Streifenbootes der Bundespolizei BP 64 "Börde" hat gestern nördlich von Karlovasi (Samos/ Griechenland) drei mutmaßliche ukrainische Schleuser festgenommen, die mit einer Segelyacht 46 Migranten auf die griechische Ägäis-Insel schleusen wollten. Um 5 Uhr erhielt die griechische Küstenwache einen Hilferuf von einer unbekannten Person über ein Mobiltelefon, wonach ein überfülltes Schlauchboot nördlich von Karlovasi treibt. Das Streifenboot BP 64 "Börde" nahm daraufhin die Suche in dem genannten Gebiet auf, unterstützt durch den Einsatz eines Hubschraubers der griechischen Küstenwache. Es konnte jedoch kein Boot in dem betreffenden Gebiet ausgemacht werden. Die Besatzung des Hubschraubers meldete lediglich eine Segelyacht außerhalb des Suchgebietes. BP 64 "Börde" nahm daraufhin Kurs auf die Segelyacht und beim Eintreffen stellten die Beamten fest, dass sich an Bord des etwa zwölf Meter großen Bootes insgesamt 49 Personen befanden. Sie gaben sich als Migranten aus. Aufgrund der Wettersituation war eine sichere Übernahme der Personen auf das Boot der Bundespolizei von der überfüllten Segelyacht nicht möglich. Die Besatzung entschied sich daher, die Segelyacht nach Karlovasi zu schleppen. Dort ergaben die ersten Ermittlungen durch Befragungen und Vernehmungen, dass es sich um 46 Migranten aus Syrien handelt (24 Männer, neun Frauen, 13 Kinder). Drei Männer aus der Ukraine konnten als mutmaßliche Schleuser identifiziert werden und wurden festgenommen. Die US Segelyacht "Bonny Belle" wurde sichergestellt. Die griechische Küstenwache hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Bereits am Wochenende haben die Beamten der Bundespolizei bei ihrem Einsatz auf Samos insgesamt 51 Menschen aus überfüllten Booten gerettet, die die gefährliche Überfahrt von der Türkei nach Samos gewagt hatten (http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70256/3427530).

Der Einsatz der beiden Streifenboote der Bundespolizei BP 62 "Uckermark" und BP 64 "Börde" erfolgt auf Samos im Rahmen eines Frontex-Einsatzes zur Unterstützung der griechischen Küstenwache und ist bis zum 31.12.2016 vorgesehen. Rund 30 Beamte der Bundespolizei aus den Standorten in Neustadt/ H., Cuxhaven und Warnemünde überwachen die griechisch-türkische Seegrenze, um die unerlaubte Einreise in den Schengen-Raum zu verhindern sowie die Schleuserkriminalität zu bekämpfen.

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Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt nimmt als Bundesbehörde ihre
Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Nord-
und Ostsee und anlassbezogen darüber hinaus wahr.


Dazu sind ihr als operative Dienststellen die
Bundespolizeiinspektionen in Flensburg, Kiel, Rostock, Stralsund und
Pasewalk sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung
Rostock und eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit
unterstellt. Mit den Bundespolizeiinspektionen See in Neustadt in
Holstein, Warnemünde und Cuxhaven verfügt sie als einzige
Bundespolizeidirektion über eine maritime Einsatzkomponente
"Bundespolizei See", um die Seegrenze in der Nord- und Ostsee
(Schengen-Außengrenze) zu überwachen.


Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt beschäftigt insgesamt ca.
2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Polizeibeamte,
Verwaltungsbeamte und Tarifbeschäftigte.
Auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und anderer Gesetze nimmt sie
umfangreiche und vielfältige Aufgaben wahr.

Dazu gehören insbesondere:
-
der grenzpolizeiliche Schutz des Bundesgebietes,
- die bahnpolizeilichen Aufgaben
- die grenzpolizeilichen, schifffahrtspolizeilichen und
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