BPOLD-B: Fremdenfeindliche Nötigung

Berlin-Steglitz-Zehlendorf (ots) - In der Nacht zu Sonntag hinderten zwei Männer am S-Bahnhof Lichterfelde-Ost einen Fahrgast am Verlassen des S-Bahnzuges. Couragierte Zeugen informierten über den Triebfahrzeugführer die Polizei und ermöglichten so die Festnahme der Täter. Bei der Festnahme griff einer der Männer die Beamten an, so dass es zum Einsatz von Pfefferspray kam.

In der Nacht von Samstag zu Sonntag gegen 00:35 Uhr forderten zwei angetrunkene Männer in einer S-Bahn der Linie 25 einen Fahrgast auf, seinen Fahrausweis vorzuzeigen. Als Grund gaben die beiden an, dass Flüchtlinge die S-Bahn ohne Fahrausweis nützen dürften und sie der Sache jetzt auf den Grund gehen wollen. Bei dem angesprochenen Fahrgast handelt es sich um einen syrischen Staatsangehörigen. Der 22-Jährige verwehrte sich gegen diese Art der Kontrolle und wollte den Zug am S-Bahnhof Lichterfelde-Ost verlassen. Die Täter aus Brandenburg hinderten den Berliner am Aussteigen und bedrängten ihn. Zwei couragierte, weibliche Fahrgäste und Zeugen der Tat, informierten sofort den Triebfahrzeugführer. Dieser ließ den S-Bahnzug am Bahnhof stehen und wartete das Eintreffen der Polizisten ab.

Bei der Festnahme griff einer der beiden Männer die Beamten an, so dass diese ihr Pfefferspray einsetzten. Keiner der Beamten wurde verletzt.

Die 45- und 48-jährigen Männer aus Jüterbog und Niedergörsdorf müssen sich jetzt u. a. wegen Nötigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Nach einer Blutentnahme konnten beide die Bundespolizeidienststelle am Berliner Ostbahnhof wieder verlassen.

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