Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

BPOLD STA: Bundespolizei sucht Zeugen; unbekannte Täter hinterlassen besprühten Reisezugwagen im Bahnhof Xanten

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Kleve - Xanten (ots) - Einen nach Graffitiart besprühten Reisezugwagen der NordWestBahn haben in der Nacht von Sonntag auf Montag (24./25. Juli 2016) noch unbekannte Täter im Bereich des Bahnhofs Xanten hinterlassen. Mitarbeiter der NordWestBahn haben die Bundespolizei darüber informiert. Vor Ort konnten die Beamten neben einigen Spuren nur noch feststellen, dass der Wagen auf einer Fläche von insgesamt 20 Quadratmetern mit Farbe besprüht war. Die Höhe des Schadens liegt bei ca. 4000 Euro. Seitens der NordWestBahn wird ein erheblicher Arbeitsaufwand nötig sein den mit Sprühlack beschmutzen Wagen wieder zu reinigen. Eine eingeleitete Fahndung erbrachte bis jetzt keine Hinweise auf die Täter. Die Bundespolizeiinspektion Kleve hat ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet. Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Hotline: 0800 6 888 000 (24 Stunden erreichbar) entgegen.

Illegale Graffitis sind eine Straftat - Sprayer haften 30 Jahre für den Schaden.

Illegale Graffitis bleiben ein teures Vergnügen. Der oder die Sprayer machen sich nicht nur strafbar, sondern verantworten schnell einen Schaden von mehreren Tausend Euro. Wer mit 16 Jahren beim illegalen Sprayen erwischt wird, läuft Gefahr, bis zu seinem 46. Lebensjahr dafür zur Kasse gebeten zu werden. Denn die zivilrechtlichen Ansprüche des Geschädigten gegenüber dem Täter gelten 30 Jahre lang. Bei illegalen Graffiti läuft eben "nicht alles wie geschmiert". Davon können sich Kinder und Jugendliche im Internet unter www.time4teen.de überzeugen.

Rechtliche Konsequenzen: In nicht öffentlichen Verfahren drohen jugendlichen Tatverdächtigen (14 - 21 Jahre alt) nach dem Jugendgerichtsgesetz folgende Strafen:

   -Erziehungsmaßregeln (§ 9 JGG) in Form von Weisungen (Gebote und 
Verbote) oder Erziehungshilfen (Erziehungsbeistand). 
   -Zuchtmittel (§ 13 JGG) durch Verwarnungen, Auflagen 
(Wiedergutmachung, Entschuldigung, Arbeitsauflagen, Geldspende) oder 
Jugend-, Freizeit-, Kurz- bzw. Dauerarrest (insgesamt bis vier 
Wochen). 
   -Jugendstrafe (§ 17 JGG) in der Jugendstrafanstalt (sechs Monate 
bis fünf Jahre). 
   -Kinder (also unter 14-Jährige) gehen straffrei aus (Rückschluss 
von § 1 JGG. 

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bundespolizeiinspektion Kleve
Uwe Eßelborn
Telefon: (02821) 7451-0
E-Mail: bpoli.kleve@polizei.bund.de

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de
oder unter oben genannter Kontaktadresse.

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