BPOLD STA: Bundespolizei nimmt 33-jährigen Mann aus dem Kosovo mit gefälschtem Pass am Flughafen Niederrhein fest

Kleve - Weeze - Dortmund (ots) - Beamte der Bundespolizei überprüften am Mittwoch, 2. März 2016, einen in Dortmund wohnenden 33-jährigen Kosovaren am Flughafen Niederrhein in Weeze. Im Rahmen der Kontrolle legte er einen augenscheinlich gefälschten griechischen Reisepass vor. Bei der Personalienüberprüfung konnte festgestellt werden, dass die Person kosovarischer Staatsangehöriger ist und unter anderen Personalien bereits wegen Urkundenfälschung in Erscheinung getreten war. Ermittlungen ergaben, dass sich der Mann unter falschen Personalien eine neue Existenz (Arbeitsstelle, Krankenkarte, Sparkassenkarte) in Dortmund aufgebaut hat. In seiner Vernehmung gab er an, dass sein echter kosovarischer Reisepass in seiner Wohnung in Dortmund liegt. Über die Staatsanwaltschaft Kleve wurde daraufhin beim Amtsgericht Kleve ein Beschluss zur Durchsuchung der Wohnung erwirkt. Bei einer Überprüfung vor Ort durch Mitarbeiter der Bundespolizei aus Dortmund konnte festgestellt werden, dass der Mann sich seit Dezember 2015 nicht mehr in der Wohnung aufhält. Nachdem der aktuelle Wohnort ermittelt werden konnte, erfolgte die Durchsuchung der aktuellen Wohnung auf richterliche Anordnung. Hier konnten Beamte der Bundespolizei aus Kleve und Dortmund den gesuchten Pass auffinden und sicherstellen. Der Kosovare wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durch das Ausländeramt Kleve dem Amtsgericht Kleve vorgeführt, wo der zuständige Haftrichter die Abschiebehaft anordnete. Zudem wurden weitere acht Männer aus dem Kosovo in der Wohnung angetroffen. Drei wiesen sich mit gefälschten griechischen Identitätskarten aus. Zwei von ihnen waren bereits zur Festnahme aufgrund einer bestehenden Ausweisungs-/Abschiebungverfügung ausgeschrieben. Eine weitere angetroffene Person konnte sich lediglich mit einem kosovarischen Führerschein ausweisen und war somit nicht im Besitz eines biometrischen Reisepasses, der den Aufenthalt im Bundesgebiet legitimierte. Die vier Männer wurden daraufhin dem Polizeipräsidium Dortmund zuständigkeitshalber übergeben. Die Überprüfung der anderen vier Personen ergab, dass sie sich legal im Bundesgebiet aufhalten.

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