BPOLD STA: Strecke Wanne-Eickel nach Gelsenkirchen - Bus verpasst - Weg entlang der Bahnstrecke abgekürzt - Bundespolizei mit haarstäubender Geschichte konfrontiert

Gelsenkirchen - Herne - Castrop-Rauxel (ots) - Mit einer für die Bundespolizei haarsträubenden Geschichte sahen sich Einsatzkräfte am frühen Samstagmorgen (27. Februar) im Gelsenkirchener Hauptbahnhof konfrontiert. Ein 22-jähriger Mann aus Castrop-Rauxel war durch die Gleisanlagen unterwegs und wurde Dank eines aufmerksamen Triebfahrzeugführers nicht von einer S-Bahn überfahren. Die haarsträubende Begründung des 22-Jährigen:" Nach einem arbeitsreichen Tag und anschließendem Biergenuss, habe ich meinen Bus verpasst und bin daher zum Herner Bahnhof gegangen. Dort sollte ich 40 Minuten auf die Bahn nach Castrop-Rauxel warten und entschloss mich kurzerhand, den direkten Fußweg durch die Gleisanlagen zu nehmen."

Gegen 03:10 Uhr informierten Bahnmitarbeiter die Bundespolizei über eine Person in den Gleisen der Zugstrecke Gelsenkirchen - Castrop-Rauxel. Der Triebfahrzeugführer eines Zuges im Gegengleis hatte die Person entdeckt, seinen Zug gestoppt und den "Gleisläufer" mit in die Bahn nach Gelsenkirchen genommen. Dort nahmen Bundespolizisten den 22-Jährigen in "Empfang".

Zum lebensgefährlichen Grund seines Aufenthaltes in den Gleisen erklärte er den Beamten dann die oben aufgeführte Geschichte. Eindringlich klärten ihn die Bundespolizisten daraufhin über die tödlichen Gefahren auf, die vom Bahnbetrieb ausgehen. Der Triebfahrzeugführer hatte dem Castrop-Rauxeler durch sein Handeln vermutlich das Leben gerettet.

Auf der Wache ergab ein Atemalkoholtest, dass der 22-Jährige mit 1,0 Promille nicht unerheblich alkoholisiert war. Gegen den "Gleisläufer" leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Anschließend durfte er seine Heimreise in Richtung Castrop-Rauxel antreten. Wie blieb sein Geheimnis.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei eindringlich auf die Gefahren des Bahnverkehrs hin!

   - Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung 
     erst sehr spät wahrgenommen werden! 
   -Aufgrund von schnellfahrenden Zügen (auch in Bahnhöfen) ist der 
Gleisbereich zu meiden. Der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt
bis zu 1.000m! 
   - Züge sind schienengebunden und können nicht ausweichen 

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Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bundespolizeiinspektion Dortmund

Volker Stall
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