Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

BPOLD STA: Mit Kokain und Haftbefehl auf Diebstahlstour - Bundespolizei nimmt Intensivtäter nach Gepäckdiebstahl im Essener Hauptbahnhof fest

Essen, Dortmund, (ots) - Der Modus Operandi wiederholt sich immer wieder. Die Diebe gehen oftmals professionell vor; das Opfer hat kaum eine Chance. So geschehen, am gestrigen Abend (21. Januar), auf einem Bahnsteig im Essener Hauptbahnhof, als einer Frau der volle Rucksack, im Wert von 720,- Euro, gestohlen wurde.

Zivilfahnder der Bundespolizei konnten das Diebstahlsduo bereits bei der Vorbereitung beobachten. Nach erfolgter telefonischer Absprache näherte sich ein zurzeit noch flüchtiger Taschendieb, einer 25-jährigen Frau aus Rottenburg am Necker und verwickelte sie in ein Gespräch. Hierdurch abgelenkt, bemerkte sie nicht, dass ein 26-jähriger Algerier sich näherte und ihren abgestellten Rucksack stahl.

Dann ging alles sehr schnell. Zivilfahnder nahmen den Dieb mit Beute, noch vor dem Verlassen des Bahnhofs fest. Dem Mittätergelang die Flucht. Das überraschte Opfer erhielt ihren Rucksack wenig später vollständig zurück.

Bei dem Täter handelte es sich um einen "alten Bekannten" der Bundespolizisten. Diese hatten den Mann bereits im August, September und Oktober letzten Jahres nach Gepäckdiebstählen im Zug festgenommen.

Auch in Aachen, Wuppertal, Duisburg, Düsseldorf, Münster, Dortmund, Hamm und Essen war der Festgenommene "Gast bei der Polizei". Hier wurden neben der unerlaubten Einreise in die Bundesrepublik und verschiedener Eigentumsdelikte, auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerstand gegen Polizeibeamte strafrechtlich verfolgt.

Seine kriminelle Vita sorgte für Aufenthalte in den Justizvollzugsanstalten Essen, Dortmund Münster, Düsseldorf, Fröndenberg, Hagen und Hamm.

Bei der gestrigen Festnahme wurde festgestellt, dass gegen den Algerier ein Haftbefehl des Amtsgerichts Münster vorlag. Erneut wurde er wegen Diebstahl, diesmal zu einer Geldstrafe von 300,- Euro plus 78,50 Euro Nebenkosten; alternativ, eine Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen, verurteilt. Der 26-Jährige bat um einen Telefonanruf, kurz danach erschien ein Landsmann auf der Bundespolizeiwache in Dortmund und hinterlegte die geforderte Summe. Damit ersparte er sich die angedrohte Freiheitsstrafe.

In der linken Socke des Festgenommenen fanden die Fahnder ein Verschlusstütchen mit 1,8 Gramm Kokain. Angaben zur Herkunft des Rauschgifts machte der Algerier nicht.

Die Bundespolizei leitet Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Diebstahls und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft erfolgte die Verbringung ins Essener Polizeigewahrsam. Dort erfolgt am heutigen Tag die Vorführung beim Haftrichter.

Die Fahndung nach dem flüchtigen Täter dauert an, hierzu wurde das Mobiltelefon des Täters beschlagnahmt. Mit diesem hatte der 25-Jährige, vermutlich vor der dem Diebstahl, die Tatbegehung abgesprochen.

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