Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

BPOLD STA: Hemmschuh auf die Schiene gelegt - Gegenstand verkeilt sich unter Eurobahn - Bundespolizei sucht Zeugen nach gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr

BPOLD STA: Hemmschuh auf die Schiene gelegt - Gegenstand verkeilt sich unter Eurobahn - Bundespolizei sucht Zeugen nach gefährlichem Eingriff in den Bahnverkehr
Tatobjekt Hemmschuh 55 cm / 9 Kg Foto: Bundespolizei

Dortmund - Düsseldorf (ots) - Zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr kam es Freitagabend (03. Juli) auf der Bahnstecke Dortmund - Düsseldorf. Die Eurobahn RE 3 (Zugnummer 89892) überfuhr ein auf die Schiene abgelegten Metallgegenstand. Weil der Zug nicht mehr fahrtüchtig war, mussten circa 90 Reisende aus dem Zug evakuiert werden. Die Bundespolizei bittet nun Zeugen um Hinweise.

Gegen 18:05 Uhr befuhr die Eurobahn RE 3 die Strecke vom Dortmunder Hauptbahnhof in Richtung Düsseldorf. Im Bereich der Heinrich-August-Schulte-Straße erkannte der Triebfahrzeugführer einen Gegenstand auf den Schienen. Sofort leitete er eine Schnellbremsung, aus einer Geschwindigkeit von circa 120 km/h ein. Trotz Bremsung konnte ein Überrollen des Gegenstandes nicht verhindert werden. Das Metallteil verkeilte sich daraufhin unter dem Triebfahrzeug und beschädigte dies.

Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass Unbekannte einen Hemmschuh (55 cm, 9 Kg) auf einen der beiden Schienenköpfe gelegt hatten. Dieser keilähnliche Hemmschuh hat die Aufgabe, vornehmlich bei Rangierarbeiten, Güterwagons abzubremsen. Bei einer entsprechend hohen Geschwindigkeit hätte der Hemmschuh, unter Umständen, den Zug entgleisen lassen können.

Auf Grund der Beschädigung am Zug, mussten circa 90 Reisenden aus dem Zug evakuiert werden. Anschließend wurden sie mit Bussen zum Dortmunder Hauptbahnhof gefahren. Durch den Vorfall erlitt der Triebfahrzeugführer einen Schock und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Die Ermittlungen dauern an.

In diesem Zusammenhang bittet die Bundespolizei um Zeugenhinweise. Wer hat am Freitag den 03. Juli, im Zeitraum von 17:05 Uhr bis 18:05 Uhr, im Bereich der Bahnstrecke an der Heinrich-August-Schulte-Straße, an der dortigen Bushaltestelle, an der Westfalia- und Königsbergstraße Personen beobachten können, die sich dort aufhielten oder sich von den Bahnanlagen entfernten.

Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

Hintergrund:

Bei einer Hindernisbereitung handelte es sich regelmäßig um einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr (§ 315 StGB). Dieser wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren bestraft.

Neben der Gefährdung von unbeteiligten Reisenden, die durch eine Schnellbremsung oder sogar durch ein mögliches Entgleisen verletzt werden können, begeben sich die Tatverdächtigen selber in Gefahr. Überfahrene Gegenstände werden zu lebensgefährlichen Geschossen, welche die Verursacher und andere Personen im unmittelbaren Bereich verletzten oder töten können!

Rückfragen bitte an:

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Bundespolizeiinspektion Dortmund

Volker Stall
Telefon: +49 (0)231 562247-542
E-Mail: bpoli.dortmund.presse@polizei.bund.de

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