Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

BPOLD STA: Stromunfall im Essener Hauptbahnhof - Bundespolizei schließt Ermittlungen ab - Übermut führte zu folgenschwerer Verletzung (Nachtragsmeldung zu ots news aktuell 1849355)

Essen (ots) - Am Samstag den 28. Dezember 2013 (die Bundespolizei berichtete) kletterte ein 20-jähriger Essener gegen 2:30 Uhr, auf einen im Gleis 12 stehenden S-Bahn Zug der Linie 6. Hierbei kam der junge Mann der 15.000 Volt stromführenden Fahrleitung so nah, dass es zum Stromüberschlag kam.

Vom Dach der S-Bahn stürzte er ins Gleisbett. Mit schweren Brandverletzungen wurde der Essener einer Spezialklinik in Duisburg zugeführt Sein Zustand ist nach Aussage der behandelnden Ärzte stabil, jedoch ist der Allgemeinzustand weiterhin als lebensbedrohlich zu bezeichnen.

Nach abgeschlossenen Recherchen der Bundespolizei saß der 20-Jährige vor dem tragischen Unfall zusammen mit seiner Freundin auf einer Bank auf dem Bahnsteig im Essener Hauptbahnhof. Nach Aussage der 16-Jährigen unterhielten sich beide zunächst ungezwungen, ohne Streit, über private Themen. Im weiteren Verlauf stand der junge Mann auf, stellte sich in den Zwischenraum des ersten S-Bahnwagens und der Lok, kletterte plötzlich unter Missachtung von Sicherheits- und Warnhinweisen und Unterschätzung der Gefahr, auf das Dach der Lok und setzte sich hin. Dort verweilte er einen Augenblick. Erst als er aufstand, kam es zum Lichtbogen und den damit verbundenen Stromschlag.

Diesen tragischen Unfall nimmt die Bundespolizei zum Anlass, auf die tödlichen Gefahren des Bahnstroms hinzuweisen. Sie warnt eindringlich: Für einen Stromschlag ist kein direkter Kontakt zur Fahrleitung nötig. Eine Unterschreitung des Mindestabstandes von 1,5 Metern, zur stromführenden Leitung, kann ausreichen, durch einen Stromüberschlag lebensbedrohlich oder gar tödlich verletzt zu werden. Die Bundespolizei und auch die Deutsche Bahn AG weist bereits seit Jahren, gezielt, durch Präventionsprogramme auf diese unsichtbare Gefahr hin.

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